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Car-Sharing soll auch in der Taxi-Branche funktionieren.

Car-Sharing-Trend setzt sich bei Taxis durch

München - Soll man sich mit Fremden das Taxi teilen? Ähnlich dem Car-Sharing-Prinzip wird in München auch künftig das Taxi-Gewerbe den Trend mitgehen. Wie das funktionieren soll.

Taxi teilen und weniger zahlen: Der Trend des sogenannten Car-Sharings dehnt sich nun auch auf das Taxi-Gewerbe aus. Von diesem Montag (27. Februar) an können sich Reisende am Münchner Flughafen mit Unterstützung durchs Handy ein Taxi teilen und damit Kosten für die Fahrt in die Innenstadt sparen. Die Interessenten und ihre Fahrtziele würden so koordiniert, dass möglichst geringe Wartezeiten und keine Umwege anfielen, sagte der Taxi-Unternehmer Jürgen Ubben der Nachrichtenagentur dpa. Ubben ist Gesellschafter des schleswig-holsteinischen Unternehmens Colexio, das den Dienst gemeinsam mit der Münchner Taxizentrale Isar Funk initiiert.

Als einzige Voraussetzungen brauchen die Fahrgäste ein Smart-Phone und vor allem zu Anfang vielleicht auch ein bisschen Glück. Schon kurz nach der Landung des Flugzeugs können sie zu ihren Telefonen greifen und über ein kostenloses Programm ein Taxi rufen. Bis sie zum Ausgang kommen, hat die App nach Möglichkeit weitere Interessenten gefunden, die entweder in unmittelbarer Nähe oder auf dem Weg zusteigen und ein ähnliches Fahrtziel haben.

Bis zum Einstieg darf die Bestellung storniert werden. Taucht ein Fahrgast innerhalb einer vereinbarten Frist nicht auf, wird er automatisch auf ein späteres Taxi gebucht. Für die anderen Kunden hat das den Nachteil, dass sich ihr Fahrpreis entsprechend erhöht. Die Vermittlung des Taxis kostet einen Euro extra.

„Das ist ganz klar eine Geschäftsidee, die in die Zukunft führt“, ist Christian Hess, Geschäftsführer der Taxizentrale Isar Funk, überzeugt. Das Angebot sei vor allem für Menschen interessant, die bisher die rund 70 Euro für eine Taxi-Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt scheuten. Rund 200 bis 300 Fahrzeuge seien ständig im Einsatz.

Allerdings birgt die Idee für die Taxichauffeure auch das Risiko, dass sie anfangs womöglich weniger Fahrten haben. Das Angebot könnte nach Ubbens Meinung aber bald auch für Geschäftsleute interessant werden, die bisher von Fahrern abgeholt werden. Nach und nach soll es auch von der Münchner Innenstadt ins Umland ausgedehnt sowie in anderen Städten angeboten werden.

Mit der Kooperation mit einer Taxizentrale hat Colexio einen Konflikt vermieden, den Angebote wie „My Taxi“ in den vergangenen Wochen auslösten. Diese - ebenfalls auf Basis einer Smart-Phone-Applikation funktionierenden - Angebote umgehen die Zentralen zu deren großen Unmut und buchen direkt bei meist freiberuflichen Unternehmern. Für Ubben ist die Kooperation allerdings „kein Dogma“, wie er sagt: „Es wird bestimmt Städte geben, die keine geeignete Taxizentrale haben.“

dpa

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