Cayenne hält Porsche auf der Überholspur

- Stuttgart - Der Geländewagen Cayenne hält den Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche weiterhin auf der Überholspur. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking sagte am Mittwoch in Stuttgart auf der Bilanzpressekonferenz, sein Unternehmen sei auch in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahre 2003/04 (31. Juli) auf hohem Wachstumskurs geblieben. Vom 1. August bis 30. November sei der Konzernumsatz binnen Jahresfrist um 46,6 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro gestiegen.

<P>Der Absatz zog sogar um 49,6 Prozent auf 22 016 Fahrzeuge an. Davon entfielen allein 11157 Einheiten auf die CayenneBaureihe. Damit hat der Geländewagen die zum Teil drastischen Einbrüche beim Sportwagenklassiker 911 und beim Boxster ausgeglichen.</P><P>In den ersten vier Monaten verkaufte Porsche 7226 Einheiten des 911er, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von 38,8 Prozent entspricht. Die Boxster-Baureihe ging sogar um 39,6 Prozent auf 3633 Fahrzeuge zurück. Im gesamten Geschäftsjahr 2003/04 will Porsche 70000 bis 75000 Einheiten absetzen. Davon allein 30000 Cayenne, der bisher mit einem Acht-Zylinder-Motor fährt. Vor allem mit dem künftigen Cayenne-Sechs-Zylinder erwartet Porsche einen kräftigen Schub. Insgesamt hatte Porsche im abgelaufenen Geschäftsjahr beim Absatz um 23,2 Prozent zugelegt und 66803 Fahrzeuge verkauft. Der sportliche Geländewagen Cayenne stellte dabei bereits 24925 Einheiten. Wiedeking sprach von einem "furiosen Start" des Cayenne.</P><P>Porsche rechnet auch für das laufende Geschäftsjahr mit einem "weiterhin hohen Ertragsniveau" und weiterem Wachstum bei Umsatz und Absatz". Das abgelaufene Geschäftsjahr hatte die Dr. Ing.h.c.F.Porsche AG mit einem Vorsteuergewinn von 933 Millionen Euro abgeschlossen. Der Umsatz war um 14,9 Prozent auf 5,58 Milliarden Euro gestiegen. Auch der Jahresüberschuss von 565 Millionen Euro lag auf Rekordhöhe. Dazu meinte Wiedeking: "Porsche operiert mit einer Profitabilität, die zumindest in der Branche ihresgleichen sucht". Die "Kriegskasse" sei gut gefüllt und sichere die Zukunft aus eigener Kraft, ohne Banken", fügte er hinzu.</P><P>Die Strategie von Porsche, auf drei Baureihen (Boxster, 911er, Cayenne) zu setzen, ist nach den Worten von Wiedeking voll aufgegangen. Auch mit einer vierten Baureihe werde Porsche in ein neues Segment vorstoßen. Doch gab er keine Auskunft darüber, wann diese Baureihe auf den Markt kommen dürfte. Wiedeking sagte in diesem Zusammenhang: "Wir sehen uns in dieser Frage nicht unter Zeitdruck".</P><P>Der mit Abstand wichtigste Markt für Porsche bleibt Nordamerika. Rund 50 Prozent des Umsatzes macht der Sportwagenhersteller im Dollarraum, sagte Wiedeking. Der erstarkte Euro habe die Erträge fast aller europäischer Automobilhersteller belastet, nicht aber Porsche. Sein Unternehmen sei auf Grund seiner vorausschauenden Währungsabsicherungspolitik "nicht Mitglied im Club der Betroffenen". Auch wenn Porsche künftig noch stärker auf die Kosten schaue, werde das Unternehmen nicht ins Ausland gehen, meinte Wiedeking. Porsche mache nicht die "geringsten Abstriche an seinem eindeutigen Bekenntnis zum Standort Deutschland". </P>

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