Bullig und kraftvoll im Auftritt: Der Chevrolet Trax ist ein solider Kompakt-SUV.

Chevrolet Trax

Kein kalter Kaffee

Das Segment der Kompakt-SUV gehört derzeit zu den absatzstärksten. Nur logisch, dass nahezu jeder namhafte Hersteller eines im Angebot hat.

Jetzt auch Chevrolet, die ihr kleines Geländewagenmodell auf den putzigen Namen Trax tauften. Nun hört man es bei Chevrolet nicht gern, wenn man deren neues Kind sogleich mit dem Mokka von Konzernschwester Opel vergleicht. Man möchte den Wagen doch als eigenständig sehen. Ist er das wirklich?

Der erste Eindruck:

Die Ausmaße von Mokka und Trax sind nahezu identisch. Die Frontpartie des Chevrolet wirkt aber bulliger: Das liegt nicht nur am Bowtie-Markenlogo. Auch der sogenannte Dual-Port-Frontgrill sorgt für optische Breite, während die Schürze mächtig nach unten zieht.

Das schlichte Cockpit mit seinem bunten Multimediasystem.

Auch im Inneren sind die Unterschiede deutlich. Zwar ist das Platzangebot ähnlich großzügig. Man sitzt angenehm erhöht und bequem. Der Kofferraum ist mit einem Volumen von bis zu 1.370 Litern völlig alltagstauglich. Im Ambiente zeigt sich dann, warum der Trax günstiger sein kann. Die im Mokka mit lauter Knöpfen teilweise verwirrende Mittelkonsole glänzt durch Klarheit. Alles ist schlichter gehalten, wenngleich keineswegs langweilig. Im Display ist ein Rund­instrument für die Geschwindigkeit mit einer digitalen Anzeige kombiniert. Ablagen gibt es reichlich, wobei die beiden sichelförmigen Schlitze neben dem Multimediasystem für Kopfschütteln sorgen: Was sich hier – außer Staub und anderen unerwünschten Flusen – sammeln lassen soll, ist schleierhaft.

Das mit bunten Farben akzentuierte Multimediasystem ist eine eigene Erwähnung wert: Hier ist kein Navigationssystem mehr installiert. Dafür lässt sich das System, MyLink genannt, mit dem Smartphone via Bluetooth oder USB-Schnittstelle vernetzen. Über die App BringGo ist es nun möglich, den Trax mittels des Handys zu navigieren. Das spart im Vergleich zu integrierten Navis enorme Kosten.

Und wie fährt sich der Trax?

Grundsolide. Die aus anderen Chevrolets eher gewöhnungsbedürftige schwammige Lenkung ist verschwunden. Mit dem Trax lässt es sich gut über Landstraßen und Autobahnen düsen, Kurven nimmt er gefällig agil und Unebenheiten im Boden gleicht das Fahrwerk locker aus.

Mit dem Trax lässt es sich gut über Landstraßen und Autobahnen düsen

Den Trax gibt es zur Markteinführung im Mai mit drei Motorisierungen – sie sind bereits aus dem Opel Mokka bekannt. Der 1,6 Liter große Basisbenziner leistet 115 PS. Der wahrscheinlich gängigste Motor dürfte der 1,4-Liter-Turbobenziner mit 140 PS werden, und für dieselaffine Fahrer steht ein 130 PS starker 1,7 Liter Selbstzünder parat. In Kombination mit dem serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe verfügen der Turbobenziner sowie der Diesel über Start-Stopp.

Der Verbrauch für den von uns getesteten Diesel wird mit 4,5 l/100 km angegeben, die wir allerdings mit 6,3 l nicht mal annähernd erreichten. Störend ist zudem das laute Dieselbrummen. Alle Motoren sind optional mit Automatik und Allrad kombinierbar. Preislich startet der Trax, den es in vier Ausstattungsvarianten gibt, bei 16.990 Euro und liegt damit rund 2000 Euro unter dem Einstiegspreis für den Opel Mokka.

Fazit:

Der Trax kann sich durchaus sehen lassen, Familien dürften hochzufrieden sein. Mit dem Opel Mokka teilt sich der Chevrolet die Maße und die Motorisierung, innen ist er wesentlich schlichter gehalten – aber eben auch günstiger.

K.B.

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