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Französischer Chic: Der neue C4 Picasso ist auf der Straße ein Hingucker. Auch die inneren Werte – von Motor über Komfort bis zum Platzangebot – stimmen.

Französische Wohlfühlatmosphäre

Citroën C4 Picasso: Das Platzwunder

Schicker, geräumiger, sparsamer – mit diesen Attributen des neuen C4 Picasso will Citroën ab sofort auf dem heiß umkämpften Markt der Kompakt-Vans für Familien und Freizeit punkten.

Ab 15. Juni steht das französische Designerstück bei den Händlern – zu Preisen ab 19 900 Euro. Wir haben den Konkurrenten von VW Touran & Co. bereits gefahren.

Der erste Eindruck

Außen ist der 4,43 m lange Picasso im Vergleich zum Vorgänger sehr gelungen. Das neue Design mit kurzen Überhängen, breiterer Spur, niedrigerer Dachlinie (Höhe: 1,61 Meter), dem Heckspoiler sowie schmalen Scheinwerfern verleihen der neuen Generation mehr Dynamik.

Ungewöhnliche Instrumente: Die Anzeigen sitzen in der Mitte.

Das Interieur des Franzosen: elegant, komfortabel und mit edlen Materialien. Hier herrscht Wohlfühl- und Loftatmosphäre: Die breite und hochgezogene Panorama-Frontscheibe sowie das Sonnendach (Aufpreis 500 Euro) erlauben einen tollen Über- und Rundumblick.

Durch den um sechs Zentimeter auf 2,79 Meter gestreckten Radstand herrscht Platz. Bequem die körperbetonten Vordersitze – der Beifahrersitz verfügt optional über eine Massagefunktion und eine ausfahrbare Beinauflage. Einziges Manko: Die drei Sitze im Fond sind für drei Erwachsene zu schmal.

Legt man allerdings die drei hinteren Sitze um, wird der C4 zum Raumwunder: Der Laderaum erhöht sich von 537 auf 1740 Liter – enorm viel Platz für Gepäck, Kinderwagen oder Sportgeräte. Auch der Beifahrersitz ist umklappbar – dann lässt sich sogar ein bis zu 2,40 Meter langes Regal transportieren.

Viel Platz gibt es bei umgeklappter Rückbank.

Schick auch das asymmetrisch geformte, aufgeräumte Cockpit ohne überflüssige Schalter und Knöpfe. Ausgefallen und zunächst etwas gewöhnungsbedürftig: Die klassische Instrumententafel vor dem Fahrer fehlt im C4 Picasso! Geschwindigkeit, Drehzahl bzw. Verbrauch können Fahrer wie Mitfahrer gemeinsam auf einem farbigen 12-Zoll-HD-Panoramabildschirm in der Mittelkonsole kon­trollieren. Angenehm dabei für Zeitgenossen mit Sehschwäche: die große, sehr gut lesbare Darstellung von Zahlen und Ziffern!

Praktisch und leicht zu bedienen ist auch der zweite darunter liegende moderne 7-Zoll-Touchscreen: Mit nur sieben Tasten lassen sich darauf alle Fahrfunktionen steuern wie z.B. Klimaanlage, Navi, Audiosystem sowie zig Fahrhilfen.

Groß ist auch der Fahrspaß

Das Fahrwerk ist stramm ausgelegt, die elektrische Servolenkung präzise. Kein Wanken und Schaukeln bei Kurven oder Unebenheiten, der neue Picasso fährt sich handlich und bequem wie ein Cruiser – ideal für Familien, Genussfahrer und Individualisten sowohl für kurze Stadt- als auch für längere Überlandfahrten.

Citroën C4 Picasso

Sechs Aggregate stehen zur Auswahl – zwei Benziner und vier Diesel zwischen 92 und 156 PS. Bei unseren Testfahrten gefiel vor allem der 115 PS starke e-HDI-Diesel mit Sechsganggetriebe als lebhaft und anzugsstark (in 11,8 sec von 0 auf 100km). Auffallend dabei: die Laufruhe und der relativ geringe Verbrauch. Die Herstellerangabe von kombinierten 4,0 Litern überboten wir allerdings um 1,8 Liter!

Den Einstiegs-Benziner mit 120 PS gibt’s ab 19 900 Euro, den günstigsten Diesel HDI 90 mit 92 PS ab 22.490 Euro. Der von uns gefahrene 115-PS-Diesel kostet ab 23.990 Euro, mit der Luxus-Ausstattung „Exclusive“ 30.290 Euro. Hier sollte man wissen: Schon im Einstiegsmodell gibt es viel serienmäßiges Zubehör. Die erste von vier Ausstattungslinien „Attraction“ beinhaltet u.a. einen 7-Zoll-Touchscreen, manuelle Klimaanlage, Berganfahrhilfe sowie eine Connecting-Box mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, USB- und AUX-Anschluss.

Übrigens

Citroën legt die Großraumlimousine C4 Picasso im nächsten Jahr auch wieder als Siebensitzer mit einer dritten Sitzreihe und größerem Kofferraum auf.

Heinz Wilhelm

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