Comeback mit Eleganz

- Citroën ist zurück in der Oberklasse: Mit dem neuen C6 stoßen die Franzosen wieder ins automobile Oberhaus vor und beweisen, dass sie von ihren lange brach liegenden Talenten nichts verlernt haben. Extravagantes Styling und fortschrittliche Technologien zeichnen die komfortable Reiselimousine aus, die im Januar zu Preisen ab 42 500 Euro auf den deutschen Markt kommt.

Mit dem C6 stellt Citroën einen legitimen Nachfolger des DS auf die Räder. Vor allem durch den 2,90 m langen Radstand und die sanft zum Heck abfallende Dachlinie strahlt der große Franzose Eleganz aus. Aber schon die legendäre "Göttin" der 50er und 60er Jahre hatte mehr zu bieten als nur ein außergewöhnliches Design. Kurvenlicht und die hydropneumatische Federung debütierten vor einem halben Jahrhundert im DS und finden sich heute im C6 wieder.

Die Luftfederung ist hier mit einer elektronischen Dämpferregelung kombiniert und sorgt für hohen Komfort auch auf schlechten Fahrbahnen. Für eine dynamischere Fahrweise lassen sich die Dämpfer härter einstellen und das Fahrwerk absenken. Doch die sportliche Gangart liegt dem 4,91 m langen und 1,9 Tonnen schweren Citroën auch wegen der recht indirekten Lenkung weniger als das souveräne und entspannte Gleiten auf der Autobahn. Es reist sich auf allen vier Sitzen überaus bequem, Materialien und Verarbeitung machen einen hochwertigen Eindruck, nur die Mittelkonsole wirkt mit vielen kleinen Tasten für Klima, Navigation, Radio und Telefon überladen. Die beiden offerierten Sechszylinder- Motoren -ein 3,0-l-Benziner mit 211 PS und ein 2,7-l-Biturbo- Diesel mit 204 PS -unterscheiden sich bei den Fahrleistungen kaum, beide erreichen 230 km/h Spitze und sind mit einer Sechsgang-Automatik gekoppelt.

Der von Ford und PSA entwickelte Diesel macht trotz 3000 Euro Aufpreis aber die deutlich bessere Figur, zumal er auch im Verbrauch sehr moderat ist. Citroën bietet den C6 in drei Ausstattungslinien an. In Sicherheitsfragen ist bereits die Basis mit ESP und neun Airbags komplett. Hinzu kommen -teils optional -u. a. eine elektronische Parkbremse, der aus C4 und C5 bekannte Spurhalteassistent, ein Head-up- Display, das wichtige Informationen direkt auf die Windschutzscheibe projiziert, sowie in der Topversion elektrisch einstellbare Einzelsitze im Fond. Viele Features also, um sich als Dienstwagen für den französischen Staatspräsidenten zu empfehlen.

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