Coupé auf großen Beinen

München - Normale SUV's bauen kann jeder, sagt man sich bei BMW. Aber einen Offroader, der ausschaut wie ein Coupé, den hat noch kein Autobauer im Programm. Und schon ist die Nische in der Nische besetzt, lassen die Münchner das erste "Sports Activity Coupé der Welt" vom Stapel: den X6, einen Geländewagen mit vier Türen und einer Coupé-Silhouette.

BMW bereitet die Markteinführung des X6 jetzt schon vor. Der viertürige Geländewagen mit charakteristischer Coupé-Silhouette wird seine Weltpremiere auf der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit (13. bis 27. Januar) haben. In Deutschland soll der X6 am 31. Mai zu den Händlern rollen. Die Preise für den Newcomer beginnen bei 55 800 Euro. Damit ist der X6 3300 Euro teurer als der technisch verwandte "normale" X5.

Während dieser eine komplette Rückbank und auf Wunsch zwei Notsitze im Fond bekommt, gibt es im X6 für die zweite Reihe nur zwei Einzelsitze, hinter denen ein 570 Liter großer Kofferraum bleibt. Klappt man die Sitze um, lassen sich dann 1450 Liter unterbringen. Neben Form und Format unterscheidet den X6 auch die Allradtechnik vom X5: Als erstes Auto bei BMW bekommt das Offroad-Coupé die neue sogenannte "Dynamic Performance Control" (DPC), mit der die Antriebskraft auch variabel zwischen den Rädern der Hinterachse verteilt werden kann.

Für den 4,88 Meter langen X6 stehen zwei Diesel und zwei Benziner zur Auswahl. Für das Basismodell X6 xDrive 30d gibt es den drei Liter großen Reihensechszylinder mit 235 PS und 520 Nm. Er beschleunigt den Wagen in 8,8 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 210 km/h. Seinen Verbrauch gibt BMW mit 8,2 Liter und den CO2-Ausstoß mit 217 Gramm pro Kilometer (g/km) an. Zweiter Diesel wird der gleich große X6 xDrive 35d für 61 800 Euro. Er steht mit 286 PS, 580 Nm, 6,9 Sekunden, 236 km/h, 8,3 Liter und 220 g/km in der Liste.

Als Einstiegsbenziner setzt BMW beim X6 auf den Dreiliter mit Doppelturbo, der im 56 800 Euro teuren X6 xDrive 35i auf 306 PS und 400 Nm kommt. Er schafft den Sprint in 6,7 Sekunden, erreicht 240 km/h und verbraucht 10,9 Liter. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 262 g/km.

Der leistungsfähigste Motor ist ein nagelneuer V8, der als erster Achtzylinder aus München einen Doppelturbo erhält. Der X6 mit diesem Triebwerk kostet 73 800 Euro und bietet dafür 4,4 Liter Hubraum, 407 PS und bärenstarke 600 Nm. Entsprechend sind Fahrleistungen: Nur 5,4 Sekunden vergehen, bis die Tachonadel 100 km/h zeigt, beschleunigen kann man bis Tempo 250. Sein Verbrauch liegt bei 12,5 Liter, der CO2- Ausstoß bei 299 g/km.

Mit dem Start der X6-Produktion beginnt bei BMW das große Wechseln zwischen den Werken: Die 1994 eröffnete Fabrik in Spartanburg, in die BMW insgesamt 3,3 Milliarden US-Dollar investierte und in der bislang knapp 1,3 Millionen Autos gebaut wurden, soll künftig das Kompetenzzentrum der BMW-Allradwelt werden. Neben dem X5 und dem X6 soll dort auch der neue X3 gebaut werden, der bislang bei Magna Steyr im Graz vom Band lief. Die Österreicher erhalten als Ausgleich den Auftrag zum Bau des Mini-Geländewagens. Die nächste Auflage des Roadsters Z4, der bisher auch aus den USA kam, wird ins BMW-Werk Regensburg verlegt.

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