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Dacia Duster: Auf 4,31 Meter Länge bietet er Platz für fünf Personen und 443 Liter Gepäck.

Dacia Duster: Gegen den Strich

Sympathien fliegen dem Dacia Duster schnell zu. Untypisch für einen Vertreter der kritisch beäugten SUV-Garde, jener freizeitorientierten Allradfahrzeuge, die mit hohem Gewicht...

Dacia Duster 1.6 16V 4x4

Hubraum: 1598 ccm Leistung: 77 kW/105 PS Beschleunigung: 12,8 s 0-100 km/h Spitze: 160 km/h Verbrauch: 8,0 l Super /100 km CO2-Emission: 185 g/km Preis: ab 13.890 Euro

...stattlichem Verbrauch und imposanten Abmessungen so gar nicht in eine Zeit passen wollen, in der von Klimawandel und Ressourcenschonung die Rede ist. Sein positives Image mag daran liegen, dass er ein solches eben nicht hat, noch weniger zum Statussymbol taugt. Der in Rumänien produzierte Renault-Ableger ist vielmehr, was man ein Brot-und-Butter-Auto nennt. Sensationell sein Einstandspreis, ebenso die spartanische Ausstattung, bei einer überschaubaren Liste an Extras. Dabei kann der auf Renaults Clio-Plattform basierende Osteuropäer durchaus mithalten, was das Platzangebot und die Variabilität auf kompakter Grundfläche anbetrifft. Auf 4,31 Meter Länge bietet er Platz für fünf Personen und 443 Liter Gepäck. Das Ladevolumen wächst auf 1.604 Liter durch einfaches Umlegen der Rücksitze. Asymmetrisch geteilt gibt es sie nur im aufpreispflichtigen „Lauréate“-Paket inklusive einer unpraktischen Sitzhöhenverstellung. Große Fensterflächen verschaffen gute Rundumsicht, in zweiter Reihe sitzt man überraschend großzügig. Allein die Polster sind hinten wie vorn schmal geschnitten, die Oberschenkelauflagen zu kurz geraten.

Für Geländefahrten gibt es den „Lock“-Modus mit fester Kraftverteilung.

Kostenbewusstsein strahlt die zweckmäßig-rustikale Innenausstattung in gemäßigter Hartplastik-Anmutung ab. Das Cockpit ist übersichtlich, an die in der Mittelkonsole platzierten Schalter für die Fensterheber (600 Euro im Paket) muss man sich erst gewöhnen. Auch der Dacia ist ein Auto aus dem Baukasten: Während das Chassis von Renault stammt, steuert Nissan das Allradsystem bei. Eine elektromagnetische Kupplung leitet bei schwindender Traktion bis zu 50 Prozent der Kraft an die Hinterachse. Für Geländefahrten gibt es den „Lock“-Modus mit fester Kraftverteilung. Per Drehschalter kann man auch auf Frontantrieb umschalten, was Verbrauch und Emissionen mindert. Start-Stopp-System und Schaltanzeige sind nicht vorhanden.

Dacia Duster

Ideal geeignet für Asphaltpisten ist das vom Logan stammende Fahrwerk. Komfortabel genug für Stadt und Autobahn, ausreichend agil in Landstraßenkurven und zusammen mit der serienmäßigen Servolenkung ein direktes Fahrgefühl vermittelnd. Der von Renault stammende Vierzylinder will bei Drehzahl-Laune gehalten werden und quittiert das mit lautem Motorengeräusch sowie einem Alltagsverbrauch von 10,7 Litern Super. Viel Schaltarbeit ist nötig, weil der erste Gang kurz abgestuft, die Schaltgasse des Sechsgang-Getriebes eng ist.

Zwei Airbags und ABS, mehr hat der Duster in Grundausstattung nicht zu bieten. Man muss aber kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass dieser Dacia Staub aufwirbeln wird.

Carsten Müller

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