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Bei Gelb über die Ampel: Diese Bußgelder drohen Autofahrern

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Darf ich bei Gelb noch über die Ampel fahren?
Bereits bei Gelb müssen Autofahrer vor der Kreuzung anhalten. © picture alliance / Oliver Berg/dpa

Wer bei Rot fährt, riskiert hohe Strafen. Doch nicht nur die rote Ampel ist tabu, auch bei Gelb kann die Durchfahrt teuer werden.

"Der Sinn einer Wechsellichtzeichenanlage, wie die Ampel im StVO-Deutsch genannt wird, liegt klar auf der Hand", erläutert Unfallexperte Achmed Leser vom Tüv Thüringen. "Sie regelt den Verkehr an Kreuzungen, Einmündungen oder an Markierungen für den Fußgängerverkehr. Wer Grün hat, für den ist der Verkehr freigegeben"

Verhalten an der Ampel: Muss man bei Gelb warten?

Ein Irrglaube ist die Argumentation einiger Autofahrer, dass man bei Gelb noch fahren darf und das Fahren bei Rot erst nach einer Sekunde Rotphase geahndet wird. Bereits bei Gelblicht müssen Verkehrsteilnehmer auf das nächstfolgende Zeichen warten  - und zwar vor der Kreuzung. "Selbst der Gelblichtverstoß kann bereits zu einem Bußgeld von zehn Euro führen, nämlich genau dann, wenn ein gefahrloses Anhalten noch möglich gewesen wäre", so Leser.

Sehr viel teurer - weil extrem gefährlich - wird es beim Missachten des Rotlichts. "Hier sieht der Bußgeldkatalog sehr hohe Strafen vor - und das zu Recht. Denn Rot ordnet den Halt vor der Kreuzung an", so Leser. "Wer dagegen verstößt, riskiert schlimme Unfälle und wird völlig zu Recht hart bestraft." Schon das einfache Missachten der Rotlichtphase schlägt mit 90 Euro und einem Punkt Flensburg  zu Buche.

Bei einer Gefährdung anderer werden daraus 200 Euro Bußgeld, hinzu kommen zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Passiert bei der Rotfahrt ein Unfall, erhöht sich das Bußgeld auf 240 Euro. Die Schuldfrage dürfte dabei auf der Hand liegen.

Lesen Sie auch: Bußgeld droht: Die meisten Autofahrer verhalten sich beim Grünpfeil an der Ampel falsch.

Das Rotlicht dauerte schon länger als eine Sekunde

Noch schärfer sind die Strafen, wenn die Rotphase bereits eine Sekunde andauerte. Dann wird automatisch eine Gefährdung anderer unterstellt. Hierfür werden bis zu 360 Euro, zwei Punkteund ein Monat Fahrverbot fällig.

Wer glaubt, dass das Haltegebot bei einer roten Ampel nur für Autofahrer Konsequenzen hat, liegt ebenfalls völlig falsch. Die Strafen für eine Rotfahrt mit dem Fahrrad sind inzwischen nicht zu unterschätzen: Die Bußgelder beginnen bei 60 Euro und enden bei 180 Euro.

Auch Radler können sich Punkte einfangen

Was viele Radfahrer nicht wissen: Für die Missachtung der Rotphase kassiert man auch auf dem Fahrrad einen Punkt in Flensburg. Und auch der vermeintlich schwächere Fußgänger kann ein Bußgeld von fünf bis zehn Euro bekommen, wenn er die rote Ampel ignoriert. (dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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