News-Ticker: Terror in Barcelona - Fahrer soll erst 17 gewesen sein

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Geht dieser Tage an den Start: Renaults neuer Mégane ab 16 900 Euro, das 2450 Euro teurere Coupé folgt im Januar.

Die Design-Kehrtwende

München - Unterwegs in Spanien im neuen Renault Mégane – und niemand guckt hin. Was ist los? Holla, amigos, das hier ist ein brandneues Auto!

Klappt das mit der „neuen Designphilosophie“(Renault) doch nicht so gut? Wenn Designer Fabio Filippini die Karosserie beschreibt und von einer „Sinnlichkeit der Flächen“ spricht, dann ist das zwar ziemlich übertrieben, aber mit markantem Gesicht und ausgeprägter Hüftlinie sieht der Mégane gut aus.

Und er hebt sich sehr deutlich vom Vorgänger ab. Limousine und Coupé sind 4,30 m lang, das Coupé ist mit 1,42 m Höhe um 5 cm niedriger als die Limousine.



Trotz langem Radstand (2,64 m) ist der Mégane kein Raumwunder: die Kniefreiheit im Fond ist ausreichend, keinesfalls aber üppig, und die Füße haben unter den Vordersitzen nur wenig Platz. Im Coupé geht es hinten sehr eng zu - aber hier erwartet wohl auch niemand wirklich viel Platz. Der glattflächige Kofferraum fasst 405, bei umgeklappter Rückbank 1162 Liter (Coupé: 377/1024 l).

Minuspunkte: Die Ladekanten sind hoch (Limousine: 75, Coupé: 80 cm) und im Coupé ist die Öffnung schmal. Die Cockpits sind völlig identisch, und Renault setzt mal wieder auf Digitalzahlen. Aber, keine Angst, es gibt kein Mäusekino, sondern eine sehr gut ablesbare, nämlich klar, groß und direkt im Blickfeld liegende Tachoanzeige. Leider zu klein (mit Ausnahme der Temperatureinstellung) sind die Tasten für Heizung und Lüftung. Und die Radiobedienung liegt tief, so dass man besser zur Fernbedienung hinter dem Lenkrad greift.

Die Sitze geben guten Halt, sind im Coupé stärker profiliert und haben in den Sitzflächen (leider nur im Coupé) sogenannte Anti-Sub-marining-

Airbags, die beim Unfall das Durchtauchen unter dem Gurt verhindern sollen.

Zum Verkaufsstart (noch im November, Coupé: Januar 2009) tritt der Mégane mit Dieselmotoren mit 90 und 130 PS an, später folgen 106 und 160 PS. Alle Diesel haben Partikelfilter. Die Benzinmotoren kommen mit 100 und 110 PS (eine Variante mit Biokraftstoff Ethanol folgt), und im Frühjahr wird ein 1,4-l-Turbo mit 130 PS nachgereicht. Nur im Coupé ist ein 2,0-l-Turbo mit 180 PS zu haben, den wir bereits fahren konnten.

Bis auf einen kernigen Klang beim Hochdrehen läuft der Motor angenehm ruhig, die Fahrleistungen (0-100 km/h in 7,8 s, Spitze 230 km/h) sind sehr gut. Der Verbrauch (nach Norm: 7,6 l) pendelte bei unserer ersten Ausfahrt zwischen 8,5 und 9,5 l/100 km. In der Limousine stand uns zunächst nur der 130-PS-Diesel zur Verfügung, der

nach Norm mit 5,1 l auskommen soll und auf den ersten Testkilometern

bei 6,1 l lag. Mit 300 Nm Drehmoment bei 1750 Umdrehungen

zieht der Common-Rail-Turbodiesel kräftig durch (0-100 km/h in 9,5 s, Spitze 205 km/h), und er läuft im gesamten Drehzahlbereich ruhig. Alle Motoren sind nach Euro 4 eingestuft, werden aber auch Euro 5 erreichen - „sobald das per Gesetz wirksam wird“ sagt Renault.

Gut sind die leichtgängige Sechsgang-Schaltung, die spontan ansprechende Lenkung und das souveräne, leicht untersteuernde Kurvenverhalten. Insgesamt geschmeidiger könnte die Federung sein, die auf kurzen Unebenheiten etwas stoßig wirkt. Das Coupé hat serienmäßig ein Sportfahrwerk und rollt entsprechend straff ab. Die Preise beginnen bei der Limousine bei 16 900 und beim Coupé bei 19 350 Euro.

Insgesamt hat der Mégane an Attraktivität zugelegt – und sicher

erreicht er bei uns mehr Aufmerksamkeit als beim ersten Galopp in Spanien. Vielleicht gibt es da ganz einfach zu viele Renault – hier

sind die Franzosen nämlich Marktführer.

rbs

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