+
Seriennahes Elektro-SUV: Die Designstudie Generation EQ soll mit zwei E-Motoren bis zu 300 kW/408 PS leisten und maximal bis zu 500 Kilometer weit mit einer Batterieladung kommen. Foto: Daimler AG

Innovative Autos aus Stuttgart

Designstudie leitet elektrische Ära bei Mercedes ein

Neue Elektroautos und E-Studien bilden in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf dem Pariser Salon. Mercedes zeigt mit der seriennahen Studie Generation EQ einen ganz konkreten Ausblick.

Paris (dpa/tmn) - Mercedes will ins Zeitalter des Elektroautos durchstarten. Dafür lancieren die Schwaben eine eigene Submarke und entwickeln eine neue Fahrzeugarchitektur, teilte der Stuttgarter Hersteller auf dem Pariser Automobilsalon (Publikumstage 1. bis 16. Oktober) mit.

Als ersten Vorboten dieser neuen Zeit hat das Unternehmen dort die seriennahe Studie Generation EQ enthüllt. Die trägt den Namen der neuen Marke und soll auch ihr Design und ihre Technik vorwegnehmen. Die Serienversion soll 2019 kommen.

Etwa so groß wie der Geländewagen GLC und wie ein besonders stromlinienförmiges SUV-Coupé gezeichnet, verspricht Mercedes für das neue Modell mit zwei Motoren eine Leistung von bis zu 300 kW/408 PS, ein maximales Drehmoment von 700 Nm und einen Wert von weniger als fünf Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h. Die Reichweite wächst mit dem skalierbaren Batteriepaket auf bis zu 500 Kilometer.

Dafür stecken im Wagenboden Lithium-Ionen-Zellen, deren Kapazität auf maximal 70 kWh aufgestockt werden kann. Geladen werden sie mit Kabel oder induktiv mit unterschiedlichen Stromstärken. Mit maximaler Ladeleistung stellt Mercedes Boxenstopps von fünf Minuten für 100 Kilometer Fahrstrecke in Aussicht. Der Preis für den Serien-EQ liegt laut Hersteller auf dem Niveau eines gut ausgestatteten GLC, könnte damit leicht an circa 70 000 Euro heranreichen.

Charakteristisches Merkmal aller EQ-Modelle wird dem Unternehmen zufolge die neue, schwarz verglaste Frontpartie, hinter der weiß ein Mercedes-Stern und blau die Silhouette des früheren Kühlergrills erstrahlt. Auch innen soll EQ mit den aktuellen Modellen brechen und auf eine Bedienung weitgehend ohne Schalter und Knöpfe umgestellt werden: Im Cockpit gibt es deshalb ein mehr als 50 Zentimeter breites Display. Auch im Lenkrad, der Mittelkonsole oder den Türtafeln sind nur noch Touchscreens und Sensor-Oberflächen vorhanden, so der Hersteller weiter.

Zu den weiteren Funktionen der Studie gehören die Assistenz- und Navigationssysteme, die Fahrerunterstützung und Routenplanung auf die neuen, in Echtzeit aktualisierten 3D-Karten des von den deutschen Autoherstellern gemeinsam aufgekauften Dienstleisters HERE aufbauen. Bis 2025 sollen reine Batteriefahrzeuge 15 bis 20 Prozent des Mercedes-Absatzes ausmachen.

Pariser Automobilsalon

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Vorsicht: Diese Strafen drohen Ihnen im Autokorso
Die WM 2018 steht vor der Tür und damit auch die Autokorsos bei Siegen der deutschen Nationalmannschaft. Aber was ist im Autokorso erlaubt und was nicht?
Vorsicht: Diese Strafen drohen Ihnen im Autokorso
Ab wann begehe ich Unfallflucht und wie verhalte ich mich richtig?
Eine kleine Unachtsamkeit und schon ist ein Kratzer im Auto. Auch kleine Schäden können viel Ärger machen. Daher müssen Sie diese richtig abwickeln.
Ab wann begehe ich Unfallflucht und wie verhalte ich mich richtig?
Autoschlüssel verloren: Das müssen Sie jetzt tun
Ein Autoschlüssel ist heute nicht einfach nur ein Schlüssel, sondern ein kleines Wunderwerk der Technik. Der Verlust ist entsprechend kostspielig.
Autoschlüssel verloren: Das müssen Sie jetzt tun
Überarbeitete Mercedes C-Klasse startet am 7. Juli
Seine aufgefrischte C-Klasse schickt Mercedes ab Juli auf die Straßen. Neben Designretuschen und neuen Funktionen im Innenraum gibt es auch neue Motoren für die ab …
Überarbeitete Mercedes C-Klasse startet am 7. Juli

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.