In Deutschland sind Neuwagen am teuersten

Brüssel - Wer seinen Neuwagen außerhalb Deutschlands kauft, kann weiterhin viel Geld sparen. In der Bundesrepublik lagen die Listenpreise für Autos im vergangenen Jahr 7,7 Prozent über dem EU-Durchschnitt.

Das geht aus dem am Dienstag vorgestellten Automobilpreisbericht der EU-Kommission hervor. Für zahlreiche Modelle sind Ersparnisse von bis zu 40 Prozent und mehr möglich. Es könne sich deswegen lohnen, die Landesgrenzen zum Autokauf zu überwinden, und das solle man auch nutzen, sagte eine Kommissionssprecherin.

Zwar sind Neuwagen 2010 deutlich günstiger geworden, inflationsbereinigt um 2,5 Prozent in der EU und um 1,9 Prozent in Deutschland. Und auch das Preisgefälle unter den Mitgliedsstaaten hat leicht abgenommen. Doch sind die Unterschiede nach wie vor drastisch.

So lag der Nettopreis für einen Audi A3 im vergangenen Jahr in Deutschland bei 20.139 Euro, im Nachbarland Dänemark kostete der gleiche Wagen netto fast 5.000 Euro weniger, laut Liste 15.227 Euro. Die Reise über die Grenze und die Zulassung des ausländischen Wagens bei den deutschen Behörden könnten dadurch leicht wettgemacht werden.

Die Mehrwertsteuer wird nur in dem Land fällig, in dem der Wagenhalter lebt. Ein neuer Golf kostete in Deutschland netto 14.139 Euro, in Dänemark 11.623 Euro. Wer näher an der östlichen Grenze wohnt, für den wäre ein Abstecher nach Tschechien lohnenswert, wo der Golf 11.715 Euro kostete.

Kommissionssprecherin Amelia Torres hob hervor, dass man für das Autoschoppen im Ausland selbst nicht auf Reisen gehen müsse, sondern über Zwischenhändler Wagen aus billigeren Staaten einkaufen könne.

Teuerstes Land nach der Bundesrepublik ist Luxemburg (sieben Prozent über dem Durchschnitt). Am preiswertesten sind Neuwagen in der EU in Dänemark, Ungarn und Großbritannien. Unter den Euroländern ist Griechenland inzwischen das preiswerteste, mit 5,6 Prozent unter dem Durchschnitt.

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dapd

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