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Vor dem Start in die Motorrad-Saison sollten Biker ihre Versicherungen prüfen.

Unfallpolice und Co.

Diese Versicherungen sind wichtig für Motorradfahrer

Der Frühling ist da, das Motorrad startklar und die ersten Touren der Saison stehen an. Um so mehr sollten Biker auch ihren Versicherungsschutz prüfen.

Heilbronn - Kein Motorradfahrer dürfte gern an einen Unfall denken. Doch genau das sollten Biker tun und mit ausreichend Versicherungsschutz vorsorgen, rät die Geld und Verbraucher Interessenvereinigung (GVI).

"Während die einen mit dem Schrecken und kleinen Blessuren davonkommen, kann ein Motorradunfall schwere Verletzungen mit langjährigen Folgen bis zur Berufsunfähigkeit nach sich ziehen", sagt Jürgen Buck von der GVI.

Die wichtigsten Versicherungen für Motorradfahrer im Überblick:

1. Unfallversicherung

Buck empfiehlt Bikern vor allem eine Unfallversicherung. "Ist eine Familie zu versorgen, ist die Situation gleich doppelt schlimm", sagt er. "Einmalige Kapitalleistungen helfen, wenn Wohnung oder Auto behindertengerecht umgebaut werden müssen und Betreuungskosten anfallen." Die Versicherungssumme sollte mindestens 150.000 Euro Grundsumme mit einer gestaffelten Steigerung von bis zu 350 Prozent betragen. Bei einer Vollinvalidität betrage die Leistung in diesem Beispiel 525.000 Euro.

2. Berufsunfähigkeitsversicherung

Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann ratsam sein. Denn könne nach einem Unfall der Beruf nicht mehr ausgeübt werden, drohe das "finanzielle Aus und der Abstieg in die Armut". Die Versicherungssumme sollte in Abhängigkeit des Verdienstes gewählt werden. "Wir empfehlen mindestens 50 Prozent vom Nettoeinkommen, beziehungsweise 1000 Euro." Über vertragliche Nachversicherungsoptionen ohne Gesundheitsprüfungen könne die Absicherung später ausgebaut werden.

3. Risikolebensversicherung

Mit einer Risikolebensversicherung können im Todesfall die Hinterbliebenen finanziell abgesichert werden. "Sollte der versicherten Person etwas zustoßen, wird die bei Vertragsabschluss vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen ausgezahlt", sagt Buck. Die Summe sollte in Abhängigkeit des Verdienstes, vorhandener Vermögenssituation sowie Versorgungsansprüchen der Hinterbliebenen gewählt werden. Als Beispiel für den Fall, dass der Hauptverdiener ausfällt, nennt Buck bei der Versicherungssumme als Faustformel das Drei- bis Fünffache des Jahresbruttogehalts.

4. Beratung

"Generell empfehlen wir eine Beratung, um den tatsachlichen Bedarf der Versicherungshöhe und -laufzeit zu ermitteln", sagt Buck. Die Kosten der genannten Versicherungen hängen neben der Höhe der Versicherungssumme vom Eintrittsalter, Beruf oder Freizeitbeschäftigungen ab. Außerdem müssen Versicherte bei allen drei vor Abschluss eine Gesundheitsprüfung machen. Deren Ergebnisse könnten sogar den Abschluss verhindern oder verteuern.

dpa/tmn

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