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Alles im Blick: Dank Kameraüberwachung sieht der Fahrer des Land Rover Discovery genau, wo er im Gelände hinfährt.

Neue Bilder am Lenkrad

Ein Knopfdruck genügt, und schon sieht man die Welt aus einem anderen Winkel. Autos sind zunehmend mit Kameras ausgestattet und machen so den Fahrer fast zum TV-Regisseur.

Was vor gut zehn Jahren mit der ersten Rückfahrkamera begann, ist mittlerweile zur visuellen Rundumüberwachung geworden, die viele neue Perspektiven bietet. Und das ist nach dem Willen vieler Ingenieure nur der Anfang. Wie weit der elektronische Blickwinkel mittlerweile geworden ist, sieht man zum Beispiel am neuen VW Touareg. Für ihn gibt es erstmals ein Umfeldbeobachtungssystem, das den Namen „Area View“ trägt.

Die schönsten Panoramastraßen für den Urlaub

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Dafür kombinieren die Ingenieure je zwei Kameras in den Außenspiegeln, in der Heckklappe und im Kühlergrill und übertragen diese Bilder auf den zentralen Touchscreen in der Mittelkonsole. So kann man etwa beim Fahren in schwerem Gelände millimetergenau rangieren und seinen Weg zwischen Geröllbrocken und Baumstämmen finden. Außerdem behält der Fahrer im Gespannbetrieb damit den Anhänger im Blick. Ähnliche Lösungen gibt es bei den Geländewagen von BMW sowie der Nissan- Schwestermarke Infiniti.

Weiter Blickwinkel: Das Kamerasystem von VW schaut weiter um die Ecke als der Fahrer.

Sie alle haben - zum Teil gegen Aufpreis - bis zu vier Kameras an Bord, deren Bilder von der Elektronik so zusammengefügt werden, dass man seinen Wagen aus der Vogelperspektive sieht. „Teure Schrammen von Blumenkübeln oder Mauervorsprüngen im Toten Winkel sind damit beim Einparken passé. Noch einen Schritt weiter geht Land Rover beim Discovery. Nach der Überarbeitung gibt es ihn im neuen Modelljahr mit einem optionalen Surround- Kamerasystem. „Es besteht aus nicht weniger als fünf Digitalkameras, die eine Ansicht von fast 360 Grad auf den Touchscreen übertragen.

VW schaut weiter um die Ecke.

Die Kameras schalten sich automatisch mit dem Start des Fahrzeuges ein und können bis 18 km/h verwendet werden. Dabei kann der Fahrer mit einem Fingerzeig jede Kamera einzeln auswählen und die Aufnahme sogar heranzoomen. Das System empfehlen die Briten nicht nur für schwere Offroad-Passagen, sondern auch für den Einsatz mit Anhänger.

Denn damit kann man einen Wohnwagen oder Pferdetrailer nicht nur ohne Einweiser problemlos an den Haken nehmen. Wer ohne Übung mit Anhänger rangieren muss, sieht auch auf den elektronisch entzerrten Bildern der Weitwinkelkameras dank zusätzlicher Hilfslinien genau, in welche Richtung sich das Gespann bewegen wird.

Alles im Blick: Bei BMW kann man alle vier Seiten des Autos aus der Volgelperspektive sehen.

Die Autohersteller nutzen die Kameras allerdings nicht nur zur Überwachung beim Parken und Rangieren, sondern auch für Assistenzsysteme während der Fahrt. In Modellen wie dem Opel Insignia, der Mercedes EKlasse oder dem BMW 7er zum Beispiel liest das Videoauge die Verkehrsschilder und blendet die aktuellen Tempolimits zwischen Tacho und Drehzahlmesser ein. Und ebenfalls bei Mercedes und BMW oder im neuen Audi A8 bilden die Kameras mit Hilfe von Infrarottechnik das Herzstück von Nachtsichtsystemen.

osw.

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