Erdogan rüffelt Gabriel: "Beachten Sie Ihre Grenzen!"

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Dreckspatz und Stadtflitzer

- Fiat besinnt sich auf seine Stärken, nämlich wieder erschwingliche, pfiffige kleine Autos zu bauen. Jüngstes Beispiel ist der neue Sedici, ein kompaktes SUV mit einer Breite von 1,75m und einer Länge von knapp 4,20 m, der Geländewagen und Stadtflitzer in einem ist. Das Allroundtalent, das in Kooperation mit Suzuki in Ungarn hergestellt wird, steht ab Juli in zwei Motorversionen für Preise ab 18 000 Euro beim Händler.

Die stärkste Nachfrage erwarten die Italiener beim 1,9-l-Multijet-Diesel mit 120 PS. Mit dem ebenfalls angebotenen 107 PS starken 1,6-l-Ottomotor dürfte wohl nur jedes fünfte Fahrzeug ausgerüstet sein. Überzeugend der Auftritt des Diesels: Schon im niedrigen Drehzahlbereich entfaltet er seine Durchzugsstärke, fährt flott an oder hüpft flink die Böschung hoch. Bis zu 180 km/h treibt er den kleinen Offroader an. Die 6,6 l Treibstoff, die er dabei laut Werksangaben schluckt, sind für einen Diesel in einem kleinen Auto allerdings recht ordentlich. Die vier Zylinder gehen dabei deutlich vernehmbar ihrer Arbeit nach.

Dafür lässt sich der Fiat angenehm handlich bewegen und entspricht in seinem Fahrverhalten eher einer Limousine als einem Geländewagen; der Sedici liegt ruhig auf der Straße und verhält sich auch in engen Kurven nahezu neutral. Furchige Wege, steile Hänge und Bodenwellen halten den Italiener ebenfalls nicht auf. Und 19 Zentimeter Bodenfreiheit garantieren ein gutes Vorankommen.

Einzig der relativ lange vordere Überhang kann bei steilen Böschungen die Vorderräder aushebeln. Möglich wird die Kombination aus Straßen- und Geländegängigkeit durch einen flexiblen Allradantrieb aus dem Hause Suzuki: Per Schalter lässt sich das Getriebe der Fahrsituation anpassen. Ein Zweiradmodus ermöglicht Sprit-sparendes Fahren im Stadtverkehr und auf Autobahnen; dabei wird das gesamte Drehmoment auf die Vorderachse übertragen.

Im Auto-Modus schickt dann die Viskokupplung bei durchdrehenden Rädern einen Teil der Kraft auf die Hinterachse, und 50 zu 50 teilt der Lock-Modus dann die Kräfte für Einsätze im harten Gelände. Der Kofferraum fasst 270 Liter, mit umgeklappter Rückbank passen bis zu 670 Liter rein. Vorne sitzt man bequem und übersichtlich hoch, hinten haben zwei Passagiere noch ausreichend Platz. Gewöhnungsbedürftig ist die A-Säule, die ein Dreiecksfenster für eine bessere Sicht beinhaltet.

Im Gegensatz zum nahezu baugleichen Suzuki SX4 setzt Fiat ganz auf seine Offroad-Tauglichkeit. In beiden Motorversionen ist der Allradantrieb serienmäßig, genauso wie eine Klimaanlage, Fensterheber vorne und ein CD-Radio. Das Stabilitätsprogramm ESP gibt es gegen 500 Euro Aufpreis. Insgesamt ist der Einstieg in die Fiat-Baureihe knapp 500 Euro teurer als bei den Japanern. Dabei sind die optischen Unterschiede gering: Der Italiener kommt allenfalls mit seinem tief gezogenen Kühler ein wenig bulliger als sein Zwillingsbruder daher.

Auch die Innenräume gleichen sich fast wie ein Ei dem anderen. Die Wahl zwischen den beiden Alleskönnern fällt daher schwer. Beide vereinen Alltags- und Extremtauglichkeit, beide ermöglichen den Kauf eines SUV zu relativ geringem Preis. Am Schluss entscheidet die Sympathie für den Japaner oder den Europäer.

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