Neues Erdbeben in Mexiko

Neues Erdbeben in Mexiko
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Reflektierende Kleidung ist im Straßenverkehr auf rund fünfmal größere Entfernung zu sehen als dunkle Kleidung. Foto: ADAC/Ralph Wagner

Durch die richtige Kleidung Unfälle vermeiden

Kleider machen Leute - und sorgen für Sicherheit im Verkehr. Vorausgesetzt man greift zu den richtigen Anziehsachen. Hell und im Idealfall reflektierend sollten Radler und Fußgänger gekleidet sein.

München (dpa/tmn) - Frühe Dämmerung, Nieselregen und Nebel: Autofahrer haben im Herbst häufig mit schlechter Sicht zu kämpfen. Das ist besonders für Radler und Fußgänger ein Risiko. Sie sollten sich deshalb mit entsprechender Kleidung wappnen, rät der ADAC.

Warum das wichtig ist, erläutert der Autoclub an einem Beispiel: Demnach werden dunkel angezogene Fußgänger bei schlechter Sicht erst aus etwa 25 Meter Entfernung von Autofahrern erkannt. Das kann zu wenig sein, um einen Unfall zu vermeiden. "Bei 50 km/h beträgt der Bremsweg inklusive Reaktionszeit im Schnitt 28 Meter", sagt Jochen Oesterle vom ADAC.

Schon deutlich besser geschützt ist man mit hellen Anziehsachen, durch die man schon aus 40 Metern sichtbar wird, wie Oesterle erklärt. Am besten sei aber reflektierende Kleidung, die den Normen EN ISO 20471 oder EN 1150 entsprechen sollte. Damit ist man trotz schlechter Sicht auf bis zu 140 Meter Entfernung für Autofahrer zu sehen.

"Die entsprechenden Normen stehen in den Aufnähern der Kleidung", erläutert Oesterle. Wer nicht in reflektierende Jacken, Hosen oder Schuhe investieren will, macht sich mit Aufklebern oder Aufnähern sichtbarer. Oder man zieht sich eine Warnweste über. Für diese gelten die gleichen Normen wie für die reflektierenden Kleidungsstücke. "Die Westen sind so dünn, dass sie oft in die Jackentasche passen", sagt Oesterle.

Kinder sollten auf dem Schulweg laut ADAC idealerweise immer eine Warnweste tragen. Auch der Ranzen hat besser reflektierende Elemente integriert. Eltern sollten dafür beim Einkauf auf die Norm DIN 58124 achten, rät Oesterle.

Wer mit dem Rad unterwegs ist, sorgt nicht nur mit seiner Kleidung für die eigene Sichtbarkeit. Auch die Beleuchtung am Fahrrad sollte funktionieren und den Vorgaben der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entsprechen. Diese schreibt zwei rote Reflektoren sowie ein elektrisches Licht hinten und einen weißen Scheinwerfer sowie einen Reflektor vorn vor. An den Pedalen und in den Speichen müssen zudem Reflektoren angebracht sein. Reflektierende Streifen an den Flanken der Reifen sind eine zulässige Alternative zu Speichen-Reflektoren.

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