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Heinz Wilhelm testete den neuen T6-Turbobenziner in einem Volvo S60.

Leicht in die Zukunft

E-Drive: Volvo setzt Motoren auf Diät

Volvo speckt ab. Der schwedische Autobauer unter chinesischer Obhut setzt in Zukunft auf leichte Motoren mit maximal vier Zylindern und zwei Litern Hubraum.

Die Drive-E Triebwerke sollen bis zu 30 Prozent Benzin sparen, aber dieselbe Power wie ihre Vorgänger besitzen. Nach und nach sollen sie alle Fünf-, Sechs- und Achtzylinder ersetzen. Neben den neuen Sparmotoren gibt es serienmäßig eine neue Achtgang-Automatik bzw. ein verbessertes 6-Gang-Schaltgetriebe.

Die E-Drive-Motoren werden zunächst nur in der Limousine S60, dem Sport-Kombi V60 und dem bisherigen Bestseller, dem Cross-Over XC60, verbaut. Die Preise für die überarbeitete 60er-Familie mit den Sparmotoren bewegen sich dann zwischen 33.750 und 46.900 Euro.

Von den neu entwickelten E-Drive-Motoren sind vorerst drei Triebwerke erhältlich: der 306 PS starke Turbobenziner T6, der 245 PS starke T5 und der Turbodiesel D4 mit 181 PS. Anfang 2014 sind die neuen T5- bzw. D4-Motoren auch für den Volvo V70, XC70, S80 und XC 90 zu haben – alle mit Turboaufladung.

Der Drive-E Benziner mit 2,0 l Hubraum und vier Zylindern leistet bis zu 306 PS.

Volvo-Vizepräsident Derek Crabb verspricht sich viel von den neuen Aggregaten: „Je kleiner der Hubraum, desto größer die Effizienz des Motors. Die neuen Vierzylinder bieten mehr Leistung als die heutigen Sechszylinder und sind sparsamer als die aktuelle Vierzylinder-Generation.“ Bestätigt wird das bei unseren Testfahrten mit einem T6-Benziner im S60 bzw. einem D4-Turbodiesel in einem V60: Die Vierzylinder bringen ihre Pferdestärken auch im kurvenreichen Gebirge gut auf die Straße, beschleunigen dynamisch ohne Turboloch. Die neue Achtgangautomatik schaltet flott, die dreistufig einstellbare Lenkung ist direkt und bereitet vor allem bei Bergfahrten Fahrspaß pur. Der T6-Benziner wird erst ab 4000 Umdrehungen richtig munter und erreicht im Sport-Modus bis 6200 Touren. Beeindruckend bei beiden Aggregaten ist die Laufruhe. Einziges Manko: Bei flotter Fahrt übertreffen wir im Turbo-Benziner den ausgewiesenen Durchnittsverbrauch von 6,5 Litern/100 km um einiges. Sparsamer ist der 181-PS-Turbodiesel, mit dem wir die vorgegebenen 4,2 Liter um drei Liter überboten.

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Mit dem D4, der über das neuartige Einspritzkon­trollsystem i-Art verfügt, sind wir nicht minder flott unterwegs. Der Antrieb im unteren Bereich ist sehr gut, Tempo 120 schaffen wir mit guten 1800 Umdrehungen, darüber wird der Anzug allerdings etwas behäbig.

Heinz Wilhelm

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