7 auf einen Streich

- Wer zu spät kommt, braucht eine gute Entschuldigung oder zumindest ein paar neue Ideen. Mazda hat sich viel Zeit gelassen, bevor man jetzt einen modernen Vertreter in die nach wie vor boomende Klasse der Kompaktvans schickt. Der neue Mazda 5 ersetzt gleich zwei Fahrzeuge: den zuletzt etwas glücklosen Premacy und den MPV.

Dabei muss sich der Neue gegen den VW Touran, Opel Zafira, Ford Focus C-Max und Renault Scenic behaupten, die den Markt unter sich aufteilen. Aber Platz ist bekanntlich in der kleinsten Nische, und so setzen die Japaner diesen etablierten Fünf-, Sechsund Siebensitzern ein eigenes Konzept entgegen. Denn der neue Van kommt mit zwei großen seitlichen Schiebetüren daher, die man in dieser Klasse sonst vergeblich sucht. <BR><BR>Sie ermöglichen einen leichten Einstieg zu den beiden hinteren Sitzreihen und sind gerade in engen Parklücken ein Segen. Obendrein ist er eigentlich ein 6+1-Sitzer - zumindest wenn man das 800 Euro teure "Travel-Paket" oder wenigstens die "Exclusive"- Ausstattung ordert: Dann bietet er jeweils zwei bequeme Einzelsitze in drei Reihen, und aus dem linken Sitz der mittleren Reihe lässt sich ein weiterer Sitz herausklappen, der allerdings Notfällen vorbehalten bleiben sollte. Alternativ kann man aber aus dem rechten Sitz auch eine Ablagebox ziehen. Selbst in der dritten Reihe lässt es sich ganz gut aushalten, denn immerhin verfügt der Mazda 5 über enorme 2,75 m Radstand, fünf Zentimeter mehr als der auch nicht kleine Zafira. Allerdings schrumpft bei voller Bestuhlung das Kofferraumvolumen auf Kleinstwagenniveau: Gerade einmal 112 Liter passen noch hinein. <BR><BR>Die Sitze lassen sich leicht umlegen, dann sind es bis zu 1566 Liter. Erstaunlich, wie dynamisch sich der 4,51 m lange Japaner präzise um die Kurven steuern lässt und dabei stets gutmütig bleibt. Dank des sicheren Fahrwerks bleibt das serienmäßige ESP bei normaler Fahrweise beschäftigungslos. Die Spitzenmotorisierung markiert ein 2,0-l-Diesel mit 143 PS, der mit 360 Nm Drehmoment schon aus niedrigen Drehzahlen für kräftigen Antritt sorgt, kultiviert hochdreht und sich dabei wohltuend leise gibt. <BR><BR>Daneben gibt es einen kleineren Diesel mit 110 PS sowie zwei Benziner mit 115 und 145 PS. Alle Motoren erfüllen Euro 4, die Diesel kriegen in Serie Partikelfilter, kommen aber erst im September. So lässt sich der Grundpreis auf unter 20 000 Euro drücken, einschließlich einer kompletten Sicherheitsausstattung mit ESP sowie Front-, Seiten- und Kopfairbags. Eine Klimaanlage oder das "Travel- Paket" mit sechstem und siebtem Sitz sind im Basismodell nicht an Bord. Das gibts in der nächsthöheren "Exclusive"-Ausstattung, die neben allerlei Annehmlichkeiten auch das flexible Sitzkonzept enthält. 

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