Eleganz statt Sport

München - Mit dem neuen Delta will Lancia wieder aus den roten Zahlen kommen.

Nach vier wirtschaftlich schlechten Jahren ruhen jetzt alle Hoffnungen der italienischen Traditionsmarke Lancia auf ihrem neuen Kompaktmodell Delta. Die elegant gezeichnete Schräghecklimousine startet Anfang September bei uns mit Preisen ab 22 300 Euro.

Während die Vorgänger in den 80er- und 90er- Jahren eher sportlich angelegt waren, will die Neuauflage nun als italienisches Designer-Stück vorwiegend elegante Akzente setzen und ein hohes Komfortniveau bieten. Mit einer Länge von 4,52 m mischt der schicke Viertürer mit großer Heckklappe in der Spitze des Kompaktsegments mit. Er basiert auf dem knapp 20 cm kürzeren Fiat Bravo, der Radstand wurde um 10 cm auf 2,70 m verlängert. Die dynamisch wirkende Front wird vom markentypischen Kühlergrill mit darunter liegendem breiten Lufteinlass dominiert, LED-Leuchten erzeugen das serienmäßige Tagfahrlicht.

Von hinten fallen die weit heruntergezogene Heckscheibe und die vertikal angeordneten LED-Rückleuchten auf.

Fünf Personen bietet der Delta ausreichend Platz. Eng wird es eher nach oben hin in der Version mit dem optionalen elektrischen Glasschiebedach. Die im Verhältnis 60:40 geteilten Fondsessel lassen sich um 16 Zentimeter in der Länge verschieben, zudem sind die Rücksitzlehnen für mehr Komfort um bis zu 25 Grad in der Neigung verstellbar.

Zahlreiche Chromdetails zieren den Innenraum; bereits ab der mittleren Ausstattungslinie sind die Sitze mit Leder und Alcantara bekleidet.

Der Kofferraum fasst mindestens 380 Liter, dabei muss das Gepäck aber über eine hohe Ladekante gehoben werden. Bei nach vorn geklappten Rücksitzlehnen erweitert sich der Gepäckraum auf bis zu 1190 Liter. Gegen 150 Euro Aufpreis ist ein stabiler Zwischenboden erhältlich, der für eine ebene Ladefläche sorgt und darunter liegende flache Gepäckstücke vor neugierigen Blicken schützt.

Zum Marktstart sind zwei Benziner und zwei Diesel verfügbar, allesamt leistungsstarke Turbomotoren. Der aus dem Fiat Bravo bekannte 1,4-l-Turbojet-Benziner kommt in zwei Leistungsstufen mit 120 und 150 PS. Bei Lancia schätzt man, dass sich jeweils rund 30 Prozent der deutschen Kunden für eine dieser beiden Varianten entscheiden werden.

Der 1,6-l-Multijet-Diesel leistet 120 PS, sein kombinierter Verbrauch liegt bei nur 4,9 Liter auf 100 km.

Brandneu und erstmals im Fiat-Konzern eingesetzt wird der 2,0-l-Multijet-Diesel mit 165 PS und 360 Nm bei 1750 U/min. Ende des Jahres wird die Antriebspalette noch um einen neuen 1,9-l-Twinturbo-Multijet-Diesel mit 190 PS ergänzt; der gleichfalls neue 1, 8-l-T-Jet-Benziner mit 200 PS rundet Anfang 2009 das Angebot der Ottomotoren nach oben hin ab.

Ab Werk gibts den Lancia Delta unter anderem mit sieben Airbags, ESP inklusive Berganfahrassistent, Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern, elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegeln, Radio mit CD-/MP3-Player sowie Nebelscheinwerfern mit Kurvenlichtfunktion.

Auf der Aufpreisliste stehen unter anderem eine automatische Einparkhilfe und der "Driving Advisor", ein System, das den Fahrer über einen leichten Widerstand im Lenkrad warnt, wenn der Seiten- oder Mittelstreifen überfahren wird, ohne dass zuvor der Blinker gesetzt wurde.

osw.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Der Markt für Reisemobile und Caravans boomt
In die Freizeitfahrzeuge halten jetzt immer mehr elektronische Helfer Einzug - von der Rückfahrkamera bis zum Abstandswarner. Deutschlands Versicherer halten das …
Der Markt für Reisemobile und Caravans boomt
Eine Nummer Größer: VW California XXL auf Crafter-Basis
Auf dem Caravan-Salon wird Volkswagen ein Reisemobil auf Basis des Kastenwagens VW Crafter zeigen. Angelehnt ist die Studie an den VW California, den Camping-Fans nur zu …
Eine Nummer Größer: VW California XXL auf Crafter-Basis
Wie ausgestorben: Was hat es mit diesem Autofriedhof auf sich?
Was wohl hinter diesem gruseligen Autofriedhof steckt? Seit Jahren hat es niemand mehr gewagt, dieses Areal zu betreten - aus einem traurigen Grund.
Wie ausgestorben: Was hat es mit diesem Autofriedhof auf sich?
Smartphone ist immer öfter auch Staumelder
Das Smartphone ist wahrsten Sinne des Wortes ein Multifunktionsgerät. Auch Autofahrer nutzen es immer häufiger - ob als Staumelder oder Routenplaner.
Smartphone ist immer öfter auch Staumelder

Kommentare