Eltern müssen nachsitzen

Kindersitze immer besser: - Kindersitze im Auto - ein düsteres Kapitel. Die Unfallforschung des ADAC besagt, dass das Risiko schwerster Verletzungen extrem ansteigt, wenn zur Mitnahme von Kids im Auto kein geeigneter Kindersitz verwendet oder dieser falsch benutzt wird.

Von rund 10 000 pro Jahr im Fahrzeug verletzten oder getöteten Kindern gehen rund ein Drittel auf unterlassene oder falsche Sicherung der betroffenen Kinder zurück. So werden über 30 Prozent der Kids ab sechs Jahren nur noch mit dem Erwachsenengurt angeschnallt. Und fünf Prozent dieser Altersgruppe fahren gleich völlig ungesichert. Bei Kindern im Alter bis fünf Jahren liegt die Sicherungsquote mit Kindersitz zwar deutlich höher (circa 95 Prozent). In dieser Gruppe werden aber besonders häufig Fehler beim Einbau des Kindersitzes oder bei der Sicherung des Kindes festgestellt. Die Quote fehlerhafter Nutzung von Kinderschutzsystemen in Pkw liegt bei annähernd 65 Prozent.

Für die richtige Sicherung der Kinder im Auto trägt übrigens allein der Fahrer die Verantwortung. Bei einem ungesicherten Kind beträgt das Verwarnungsgeld 40 Euro plus einen Punkt in Flensburg. Wird das Kind verletzt oder gar getötet, kann dies für den Fahrer auch strafrechtliche Konsequenzen haben und wegen Mitverschuldens zu einer Minderung von Schmerzensgeld-Ansprüchen beim eigenen Kind führen.

Beim aktuellen Kindersitztest des ADAC hat die Hälfte der 30 getesteten Modelle mit "gut" abgeschnitten. Ein Sitz, der MAXI COSI Cabriofix mit Easyfix, erhielt als einziger -erstmals in der Geschichte des ADAC-Kindersitztests -sogar ein "sehr gut". Dieses Ergebnis zeigt, dass es für jedes Alter und für jede Gewichtsklasse mehrere gute Sitze gibt, mit denen Kinder sicher im Auto untergebracht werden können. Allerdings nützt der beste Kindersitz wenig, wenn die Eltern ihn nicht oder falsch verwenden.

Hier ein paar typische folgenschwere Fehler:

BABYSCHALE IN FAHRTRICHTUNG BEFESTIGT

Hier droht allergrößte Gefahr: Bereits bei einer Vollbremsung kippt die Schale nach vorne und es wirken enorme Kräfte auf das Baby, was dann zu schweren Verletzungen führt. Kommt es gar zu einer Frontalkollision, bietet eine solchermaßen in die falsche Richtung befestigte Babyschale keinerlei Schutz mehr.

FAHRZEUGGURTE ZU LOCKER

Der Kindersitz muss mit dem Fahrzeuggurt immer so straff und fest wie möglich im Fahrzeug befestigt werden. Nur dann kann er seine Schutzwirkung im Falle eines Falles optimal entfalten. Bei Isofix wird der Kindersitz sogar fest an der Fahrzeugkarosserie verankert -das ist noch sicherer.

GURTE DES KINDERSITZES ZU LOCKER

Der Gurt des Kindersitzes muss möglichst eng und straff am Körper des Kindes anliegen. Ein loser Gurt mag bequemer sein, vermindert aber die Schutzwirkung drastisch: Bei einer Kollision fliegt der Körper des Kindes zunächst ungebremst nach vorne und stoppt dann plötzlich. Dadurch steigen die Belastungswerte und der Kopf schlägt womöglich an die Rücklehne des Vordersitzes.

SCHULTERGURT UNTER DER ACHSEL GEFÜHRT

Vor allem ältere Kinder führen den Schultergurt gerne unter der Achsel durch -weil das bequemer ist. Aber dies ist nicht nur nicht zulässig, sondern auch höchst gefährlich: Bei einem Unfall führt dies zu schlimmen Verletzungen im Bauchraum, weil der Gurt den Oberkörper nicht festhält und somit tief in den Körper des Kindes einschneidet.

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