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Bei Potsdamgingen 200 Demonstranten wegen des Biosprits E10 auf die Straße.

Erste Demo gegen E10 -Mercedes reagiert

E10 – nur zehn Prozent der Autobesitzer wollen den neuen Biosprit: Jetzt fand sogar die bundesweit erste Demonstration gegen E10 und die steigenden Benzinpreise statt.

In Derwitz (Kreis Potsdam) gingen am Wochenende 200 Menschen mit Autos, Lastern und Traktoren auf die Straße.

DAT-Übersicht zur E10-Verträglichkeit

www.dat.de/e10

ADAC-Übersicht zur E10-Verträglichkeit

www.adac.de/e10

Die Teilnehmer forderten die Abschaffung des Biokraftstoffs E10, den Stopp der Abholzung von Regenwald zum Anbau von Energiepflanzen sowie das Ende der Doppelbesteuerung von Treibstoffen – auf die Ökosteuer wird noch Mehrwertsteuer erhoben.

Im Fokus der Demonstranten standen die hohen Spritpreise. „Der Wirtschaftsaufschwung wird durch die Treibstoffpreise stark gebremst,“ sagte Bauunternehmer Ralf Heinicke, der die Aktion organisiert hat. Er will die Protestaktionen demnächst auch auf den Berufsverkehr in Potsdam ausdehnen. Der Dieselpreis ist nach Angaben der Teilnehmer seit 2009 um 150 Prozentgestiegen.

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 „Für mich ist das existenzbedrohend,“ sagt ein Fuhrunternehmer. „Die Regierung sollte sich lieber auf die Förderung alternativer Antriebe konzentrieren,“ forderten andere. Unternehmer wie Stefan Kraus bezweifeln den Sinn der Beimischung von zehn Prozent Bioethanol zu Benzin. „Es wäre sinnvoller, lokal erzeugten Biodiesel stärker zu subventionieren.“ Er findet es unverantwortlich, den Biosprit ohne Langzeittests einzuführen und keine Garantien für dessen Verträglichkeit zu geben Im Gegensatz zu allen anderen Autoherstellern in Deutschland signalisiert Mercedes-Benz jetzt als erstes Unternehmen Kulanz für den Fall, dass ein Auto durch Biosprit E10 geschädigt wird.

Mercedes bietet Kulanz bei Schäden an

Der Autokonzern stellte klar, dass er sich auch nach Ablauf der gesetzlichen Garantie um eventuelle Langzeitschäden durch den neuen Biosprit E10 kümmern werde. Eine Sprecherin erklärte: „Sollte sich herausstellen, dass sich ein Motorschaden ursächlich auf den Betrieb mit E10 zurückführen lässt, obwohl wir die E10-Tauglichkeitbestätigthatten, wird sich die zuständige Mercedes- Benz-Werkstatt um eine entsprechende Lösung kümmern“, teilen die Stuttgarter ihren Kunden telefonisch oder auf Wunsch auch schriftlich mit.

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