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Ein Auto fährt über die weltweit erste öffentliche Solarstraße.

Sonne

Erste Solarstraße der Welt eingeweiht

In Frankreich ist die erste mit Solarzellen gepflasterte Straße der Welt eingeweiht worden. Ab sofort rollen Autos über die Panels. Der Prototyp soll ein Exportschlager werden. 

Umweltministerin Ségolène Royal eröffnete am Donnerstag den einen Kilometer langen Abschnitt vor der Ortschaft Tourouvre in der Normandie.

Die besonders stabilen Solarpanels auf einer Fläche von 2800 Quadratmetern, über die ab sofort Autos im Alltagsbetrieb rollen werden, sollen ausreichend Strom für die Straßenbeleuchtung einer Gemeinde mit 5000 Einwohnern produzieren.

Der französische Staat hat das Projekt mit fünf Millionen Euro gefördert. Im ganzen Land sollen in Zukunft weitere Solarstraßen entstehen. Man hoffe, so Ministerin

Royal, dass sich daraus ein Exportschlager entwickelt. Es sei eine geniale Idee: „Man nutzt Platz, der schon für etwas anderes verwendet wird, und nimmt in dicht bevölkerten Ländern keine landwirtschaftlichen Flächen in Beschlag.“

Sonne muss ausreichend scheinen

Solarstraßen gelten als eine Option für den Ausbau erneuerbarer Energien. Das Unternehmen Colas, das die französische Solarstraße gebaut hat, rechnet vor, dass Straßen nur 20 Prozent der Zeit befahren werden und die Sonne damit ausreichend lang auf die Panels scheinen kann.

Die Solarstraße soll Strom für 5.000 Einwohner produzieren.

Bereits 2014 wurde in Amsterdam ein 70 Meter langer Fahrradweg mit Solarzellen eingeweiht. In Deutschland will das Projekt Solmove im kommenden Jahr eine 150 Meter lange Teststraße bei Köln eröffnen. Bis Ende 2017 soll eine öffentliche Straße mit Solarzellen gepflastert werden.

Solarstraßen sind umstritten: Der Strom ist rund 13 Mal teurer als aus herkömmlichen Solaranlagen. Und weil die Zellen flach auf dem Boden angebracht sind, produzieren sie weniger Strom als schräg gestellte Panels auf Hausdächern.

C02 freundliches Straßenlicht

Draußen ist es stockdunkel, doch der Weg leuchtet. Der erste selbstleuchtende Weg der Welt führt durch einen Park in Cambridge. Ohne Strom, sondern mit der Kraft der Natur. 

dpa

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