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Der neue Nissan Pulsar ist ab 15.990 Euro zu haben.

Ein Kompakter

Erster Eindruck vom Newcomer Nissan Pulsar

Neben dem Ford Focus drängt sich der Nissan Pulsar in das Haufischbecken der Kompaktklasse. Doch die Konkurrenz ist groß. Unser erster Eindruck vom Newcomer Nissan Pulsar.

Na ja, ein bisschen bieder. Dabei wird Nissan doch für sein unverwechselbares Design geliebt. Mit gutem Willen lassen sich beim Nissan Pulsar Ähnlichkeiten zum Qashqai und X-Trail finden – etwa die dicke V-förmige Chromspange vorn, der Buckel auf der Motorhaube oder die ausgestellten Radhäuser. Gut gefällt die Seitenführung – da ist Dynamik drin, auch das Heck ist mit dem kleinen Spoiler ansehnlich knackig.

Das will der Nissan Pulsar sein

Der Pulsar soll für Kunden die große Lücke zwischen Nissan Juke und Nissan Qashqai schließen und an die Erfolge des 2006 eingestellten Almera anknüpfen. Er richtet sich an Familien, die ein bezahlbares Auto mit viel Platz und Komfort sowie alltagstauglicher Technologie suchen.

Das ist der Nissan Pulsar

Ein Raumwunder! Mit einem Radstand von 2,70 Meter (4,39 Metern Gesamtlänge) ist er Klassenbester und kann auf der Rückbank mit einer Kniefreiheit von 69 Zentimeter punkten. Zum Vergleich: In der Kompaktklasse liegt der Mittelwert bei 56 Zentimetern. Der Kofferraum gleicht einem schwarzen Loch: Hier liegt das Volumen bei 385 Litern, erweiterbar auf 1395 Liter.

Das kann Nissan Pulsar

Der Pulsar treibt den Puls zwar nicht in die Höhe, ist aber ein rundum solides Auto. Das Cockpit ist klar, übersichtlich und intuitiv zu bedienen. Unnötige Hebel oder Schalter sucht man vergeblich. Wo viele Mitbewerber kräftig draufschlagen, sind bereits im Pulsar-Basismodell viele attraktive Features enthalten – zum Beispiel das Fahrerinformationssystem mit 5-Zoll-Farbdisplay, Bluetooth-Schnittstelle, Tempomat, Start/Stopp, Klimaanlage usw.

Autorin Katrin Basaran hätte sich für den Nissan Pulsar mehr Mut der Designer gewünscht.

Für den Verkaufsstart am 10. Oktober stehen zunächst ein Benzin- und ein Dieselmotor zur Verfügung: Der 1,2-Liter-Direkteinspritzer, aus dem Quashqai bekannt, erweist sich mit seinen 115 PS als laufruhig und kultiviert, schwächelt aber im unteren Drehzahlbereich. Wer öfter gen Berge düst, sollte besser den 110-PS-Diesel wählen. Dieser Motor erweist sich bei der Testfahrt als agil und durchzugsstark, werkelt dabei leise und unaufgeregt.

Auf kurvigen Straßen freuen wir uns über Unterstützung durch die Spurkontrolle. Sensoren überwachen Daten wie Geschwindigkeit, Lenkwinkel und Bremsaktivität. Durch das Abbremsen einzelner Räder wird Untersteuerung vermieden und die Kurven werden auch bei höherem Tempo sicher genommen. Überhaupt – die Sicherheit: Auch für den Pulsar gibt es das Nissan Safety Shield u.a. mit Notbrems-Assistenten.

In Verbindung mit dem Abstandsradar reagiert er auf den schrumpfenden Abstand zum Vordermann und leitet – falls nötig – die Notbremsung ein, um eine Kollision zu vermeiden. Auf diesen ist man besonders stolz und setzt ihn bereits ab der mittleren Ausstattungsvariante Acenta serienmäßig ein.

Das ist aufgefallen

Zum einen das bereits beschriebene Platzangebot, das allen Mitreisenden höchste Freiheit beschert. Zum anderen: Die A-Säulen sind angenehm schmal, die Frontscheibe groß – so wirkt der Pulsar-Innenraum freundlich-hell und die Sicht nach vorn ist tadellos. Und dann der Preis! Nissan bietet den Pulsar als Launch Edition zunächst bis 31. Dezember für Preise ab 15.990 Euro an. Dann werden ab 17.980 Euro fällig.

Erstes Fazit

Vor allem Preis, Platzangebot und Sicherheitspackage dürften ein attraktives Angebot darstellen und dem Pulsar den Sprung ins Haifischbecken erleichtern.

Technische Daten

Zwei Motoren und manuelles (gut zu beherrschendes) Sechsgang-Getriebe:

  • Nissan Pulsar 1,2 DIG Turbo: 115 PS, Höchstgeschwindigkeit 190 km/h, Beschleunigung 10,7 Sek., Verbrauch (kombiniert) 5,0 Liter auf 100 km.
  • Nissan Pulsar 1,5 dCi: 110 PS, Höchstgeschwindigkeit 190 km/h, Beschleunigung 11,5 Sekunden, Verbrauch (kombiniert) 3,6 Liter auf 100 km.

Ab 2015 kommt ein 1,6-Liter Turbobenziner mit 190 PS hinzu.

Der neue Nissan Pulsar

Katrin Basaran

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