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Erstmals Frühbucher-Rabatt bei Opel

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- Da schau her: Opel übernimmt jetzt die Preispolitik der Reisebranche und lockt potenzielle Käufer mit einem Frühbucher-Rabatt. Jeder, der sich bereits vor der Einführung des neuen Astra im März 2004 für dieses Modell entscheidet, erhält einen Preisnachlass. Wie hoch der ausfallen soll, darüber ist im Vorstand allerdings noch keine Entscheidung gefallen.

Mit dieser "Aktion Schnellstart" zielen die Rüsselsheimer vor allem auf Interessenten des Konkurrenten VW Golf. Denn Volkswagen hatte seinen Verkaufschlager bereits im September auf der IAA in Frankfurt vorgestellt und sich damit einen Vorsprung von mindestens einem halben Jahr verschafft.

In der Automobil-Branche wird diese neuartige Verkaufsförderung allerdings mit Kritik aufgenommen. Einerseits klage Opel-Chef Carl-Peter Forster über die immer härter werdende Rabattschlacht im deutschen Pkw-Geschäft. Doch nun würden sogar noch nicht einmal gebaute Autos zu Schnäppchenpreisen in den Markt gedrückt, heißt es.

Auch innerhalb des Opel-Managements ist die Aktion nicht unumstritten. Rabatte noch vor der Markteinführung könnten auch dem Image schaden, wird hier nicht ganz zu Unrecht befürchtet.

Schon im laufenden Jahr haben bei Opel die beträchtlichen Verkaufshilfen mit günstiger Finanzierung und Preisabschlägen das ursprüngliche Ziel einer allmählichen Rückkehr in die Gewinnzone zunichte gemacht. Die Verbesserung des Marktanteils um 0,25 Prozentpunkte in Deutschland sei "teuer erkauft" worden, hatte Forster bereits in der vergangenen Woche einräumen müssen.


Laut dem Wirtschaftsmagazin "Capital" wird der operative Verlust der Rüsselsheimer heuer auf rund 400 Millionen Euro steigen nach 227 Millionen Euro im Vorjahr. Opel werde in diesem Jahr im In- und Ausland voraussichtlich 120 000 Personenwagen und Nutzfahrzeuge weniger verkaufen als geplant.
 

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