So fährt sich der exklusive Ford Focus RS mit 215 PS:

- Das Kürzel RS hat bei Ford Tradition. In den 70er Jahren adelte es den Capri RS und in den späten 90ern war der Escort Cosworth RS das Sportlichste, was die Kölner zu bieten hatten. Nach einer RS-freien Phase, in der die Entwickler sich um die Erneuerung der Volumenmodelle wie Focus, Mondeo und Fiesta kümmern mussten, erscheint nun wieder ein supersportlicher RS, der Focus RS. Ein 2.0-l-Turbomotor mit 215 PS macht den Focus bis zu 232 km/h schnell und exakt 30 665 Euro teuer.

<P>Für diesen Preis erhält der RS-Kunde alles, was sportlich ist und den Fahrspaß steigert. Leichtmetall-Räder im Format 8J x 18 mit Gummi-Sohlen der Größe 225/40 ZR, breiter ausgestellte Kotflügel, einen tiefen Frontspoiler mit riesigem Kühlluft-Einlass und eine sportliche Innenausstattung, die sogar Rallye-Fahrer neidisch macht. Denn Leder, Alcantara und jede Menge Aluminium unterscheiden den stärksten Focus von seinen braven Geschwistern.</P><P>Die Schalensitze mit Leder-Seitenstützen und Aussparungen für Hosenträgergurte vermitteln dem Piloten schon im Stand das Gefühl, mit dem Auto verschraubt zu sein. Wenn dann der Vierzylinder mit Garret-Turbolader nach dem Druck auf den Starterknopf hochdreht, beginnt der Spaß. Dann heißt es ersten Gang einlegen und das Lederlenkrad beim Beschleunigen gut festhalten. In nur 6,7 sek. stürmt der Focus RS aus dem Stand auf 100 km/h. Ab 2500 U/min beißt das RS-Triebwerk richtig zu und der Fahrer erlebt sein blaues Wunder.</P><P>Wie eine Kanonenkugel schießt der RS nach vorn. In Kurven liegt er hart aber ehrlich wie das viel zitierte Brett. Beim Herausbeschleunigen sorgt die serienmäßige Differenzialsperre für satte Bodenhaftung ohne durchdrehende Räder. Doch die gewaltigen 310 Newtonmeter, die dann an die verstärkten Antriebswellen der Vorderachse gelangen, können kräftig an der Lenkung zerren. Der Fahrer ist gefordert, muss aber nie tückische Reaktionen befürchten.</P><P>Der Focus ist um 25 Millimeter tiefergelegt und mit der Erfahrung eines Großserien-Herstellers, der sich an der Rallye-WM beteiligt, abgestimmt. Für sichere Verzögerung sorgt ein Brembo-Bremssystem mit vier großen Bremsscheiben, von denen die vorderen innenbelüftet sind und von Doppelkolben in die Zange genommen werden. Ford verspricht einen Bremsweg von nur 36 m aus 100 km/h bis zum Stillstand.</P><P>Trotz aller Sportlichkeit ist der RS alltagstauglich. Sein Fünfganggetriebe lässt sich leicht und exakt schalten. Das Sechsganggetriebe, das schon im 173 PS starken Focus ST 170 arbeitet, hätte zwar noch besser gepasst, aber auf Dauer dem Drehmoment nicht standgehalten. Laut EU-Norm-Messung verbraucht der blaue RS-Blitz 10,1 Liter auf 100 km, doch wer den Focus oft beschleunigt - und dazu verführt er seinen Fahrer permanent - der muss schon mit mehr rechnen.</P><P>Für den deutschen Markt, wo die ersten Focus RS ab November ausgeliefert werden, produziert Ford exakt 1000 Exemplare. Alle in Blau-metallic und überkomplett ausgestattet. Der Grundpreis beinhaltet sogar das Audio-System mit 6fach-CD-Wechsler und 4 x 20 Watt Ausgangsleistung. Ob demnächst ein Mondeo RS und ein Fiesta RS den sportlichen Anspruch ausbauen, will noch kein Manager aus Köln bestätigen. Thomas Wüsten</P><P>Ford Focus RS - ein kompakter Sportler, auf den die Fans der Marke gewartet haben</P><P> </P><P> </P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Quiz für Besserwisser: Kennen Sie diese Verkehrsmythen?
Dürfen Parkplätze reserviert werden und gilt auf Autobahnen eine Mindestgeschwindigkeit? Testen Sie im Quiz, ob Sie sich im Straßenverkehr wirklich auskennen.
Quiz für Besserwisser: Kennen Sie diese Verkehrsmythen?
Hyundai: Genesis kommt zum Ende des Jahrzehnts nach Europa
Bewegung auf dem Segment der hochwertigen Limousinen: Der südkoreanische Autohersteller Hyundai will in den kommenden Jahren seinen größten Hoffnungsträger auf den …
Hyundai: Genesis kommt zum Ende des Jahrzehnts nach Europa
"Vor allem eine Kopfsache": Taxi-Fahrer testet Elektroauto
Nur wenige hundert Kilometer, dann ist der Akku leer: Das Elektroauto scheint für Vielfahrer wie Taxi-Fahrer auf den ersten Blick nicht gerade attraktiv. Die ersten …
"Vor allem eine Kopfsache": Taxi-Fahrer testet Elektroauto
TÜV-Report 2017: Der VW Caddy nur Mittelmaß
Verschlissene Bremsscheiben, Defekte an den Rückleuchten oder fehlerhafte Antriebswellen: Die Mängel beim VW Caddy sind vielzählig. Trotzdem zeichnet das Auto ein gutes …
TÜV-Report 2017: Der VW Caddy nur Mittelmaß

Kommentare