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Verhalten Sie sich als Fahranfänger richtig, werden Sie bald zum routinierten Verkehrsteilnehmer. Mit diesen Tipps erfahren Sie, wie das geht.

Nur mit der Ruhe: Die besten Tipps für Fahranfänger

Hurra, der Führerschein ist bestanden! Nun heißt es für Sie rein ins Auto, raus auf die Straße – endlich ohne Fahrlehrer. Doch denken Sie daran: Ab jetzt sind Sie in der Probezeit. Mit Geduld und unseren Tipps meistern Sie als Fahranfänger alle Herausforderungen im Verkehr.

In der Probezeit auf dem Teppich bleiben 

Als frischgebackener Fahranfänger steht Ihnen eine zweijährige Probezeit bevor. In dieser dürfen Sie sich keine schweren Verkehrsverstöß e leisten, sonst verlängert sich die Bewährungsphase und Ihnen drohen weitere Konsequenzen.

Parken Sie zum Beispiel falsch, müssen Sie ein Bußgeld bezahlen. Dieser Fehltritt hat allerdings keine weiteren Auswirkungen auf Ihre Probezeit. Anders verhält es sich bei größeren Delikten, die sich in zwei Kategorien unterteilen: Ein gravierendes Vergehen (Kategorie A) liegt vor, wenn Sie etwa eine rote Ampel überfahren, die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 20 Kilometer pro Stunde überschreiten oder sich unerlaubt von einem Unfallort entfernen. Zu den weniger schwerwiegenden Verstößen (Kategorie B) zählen zum Beispiel das Übersehen eines Stoppschilds oder fehlende Winterreifen. 

Erwischt Sie die Polizei bei einem Verkehrsverstoß der Kategorie A oder zwei Verstößen der Kategorie B, verlängert sich Ihre Probezeit auf vier Jahre. Zusätzlich müssen Sie an einem Aufbauseminar teilnehmen, das Sie selbst bezahlen. Dafür werden bis zu 400 Euro fällig. Lassen Sie das Seminar sausen, entzieht Ihnen die Fahrerlaubnisbehörde Ihren Führerschein. 

Wichtig: In der Probezeit ist vor allem Alkohol am Steuer ein No-Go. Für Fahranfänger gilt deshalb bis zum Alter von 21 Jahren die Null-Promille-Grenze. Verstoßen Sie dagegen, zahlen Sie 250 Euro Bußgeld und kassieren zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg. Zudem müssen Sie auch hier eine verlängerte Probezeit auf vier Jahre in Kauf nehmen und auf eigene Kosten ein Aufbauseminar besuchen. 

Grundregel für Fahranfänger: In der Ruhe liegt die Kraft 

Studien zeigen, dass Führerscheinnovizen zwischen 18 und 24 Jahren das höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr tragen. Daher gilt: Nehmen Sie sich Zeit und fahren Sie besonnen.

Schalten, lenken und blinken läuft als Fahranfänger selten wie geschmiert. Zudem fehlt Ihnen das Gefühl für typische Risiken im Straßenverkehr – etwa beim Überholen auf der Hauptstraße oder beim Abbiegen auf einer stark befahrenen Kreuzung. Bewahren Sie deshalb die Ruhe: Stress hinter dem Steuer kann dazu führen, dass Sie überhastet handeln und sich unter Umständen in eine riskante Verkehrssituation begeben. 

Ein typisches Beispiel: Sie haben endlich eine passende Parklücke erspäht. Doch das Einparken im Rückwärtsgang klappt noch nicht so gut. Schon fängt der Fahrer hinter Ihnen an, zu hupen und zu drängeln. Behalten Sie die Nerven und lassen Sie sich nicht einschüchtern. Die anderen Verkehrsteilnehmer müssen verstehen, dass Sie als Fahranfänger noch dazulernen – schließlich waren sie früher in der gleichen Situation.

Volle Konzentration auf den Verkehr ist ein Muss 

Sind Sie während der Fahrt abgelenkt, folgen Ihre Augen nicht der Straße. Das ist gefährlich. Schließlich zeigen mehrere Studien, dass abgelenkt zu werden im Vergleich zu Fahrfehlern oder Beeinträchtigungen durch Alkoholmissbrauch das Unfallrisiko verdoppelt. Vermeiden Sie Tätigkeiten wie:

  • nach heruntergefallenen Gegenständen zu suchen, 
  • Ihr Navigationsgerät einzustellen, 
  • Ihr Handy am Steuer zu benutzen, 
  • den Sitz oder die Spiegel einzustellen, 
  • sich zu schminken oder die Sonnenbrille aufzusetzen, 
  • Essen oder Trinken, 
  • eine Zigarette zu rauchen.

Telefonieren Sie mit Ihrem Handy oder lesen und schreiben Sie Nachrichten, erhöht sich laut Forschungen Ihr Risiko, einen Unfall zu erleiden sogar um knapp das Vierfache. ADAC-Experten gehen davon aus, dass in Deutschlands Ablenkungen für jeden zehnten Crash mit Personenschaden verantwortlich sind. 

Verzichten Sie daher auf ein Selfie am Steuer und lassen Sie Ihr Handy in der Tasche, wenn Sie im Auto fahren. Das meint auch Schauspielerin Amrei Haardt: „Nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann das eigene Leben und das Anderer gefährden, deshalb hat das Handy am Steuer nichts zu suchen. Keine Nachricht und kein Telefonat ist es Wert, die kostbare Lebenszeit aufs Spiel zu setzen." 

Denken Sie als Fahranfänger immer daran: Von heute auf morgen wird kein Neuling zum Veteran. Übung macht den Meister – bleiben Sie daher nach der Prüfung am Ball. Absolvieren Sie erst kürzere und dann anspruchsvollere Strecken. So sammeln Sie die nötige Routine.

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