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Nicht zu viel und nicht zu wenig: Das Kettenöl dosiert man mit Augenmaß und trägt es auf die Innenlaschen der Kette auf. Foto: Christoph Walter

Fahrradkette: Für Pflege eignet sich alte Socke

Selbst Besitzer teurer Fahrräder vernachlässigen oft die Pflege ihrer Kette. Dadurch riskieren sie Leistungseinbußen und Verschleiß. Dabei ist regelmäßige Pflege einfach.

Göttingen (dpa/tmn) - Der Wirkungsgrad einer Fahrradkette sinkt bei Verschmutzung sofort um einige Prozent. Auch der Verschleiß erhöht sich. "Je rostiger und dreckiger, desto langsamer und anstrengender das Radeln", sagt Gunnar Fehlau vom Pressedienst Fahrrad (pd-f).

Wie oft eine Schmierung ansteht, lässt sich nicht pauschal sagen. Die Kette darf nicht quietschen, aber auch nicht triefen. Im nassen und kalten Herbst- und Winterbetrieb könne die Kette auch schon mal alle drei Tage Schmierung benötigen, sagt der Rad-Experte, ansonsten etwa einmal im Monat. Sobald man leichte Geräusche wahrnimmt oder merkt, dass sich etwas nicht so flüssig dreht, besteht Handlungsbedarf.

Die richtige Pflege ist einfach: Dazu eignet sich eine alte Socke. "Da kann ich prima reingreifen und die Kette durch die Hand laufen lassen und mit etwas Handdruck Staub und Partikel entfernen", sagt Fehlau. Danach tragen die Radler das Öl auf die Innenlaschen der Kette auf. Aber mit Augenmaß: "Es sollte ein dünner Film entstehen, aber sie darf nicht triefen." Eine zu schmierige Kette zieht Dreck zum einen schneller an. Zum anderen kann auch das Beinkleid des Radlers durch Spritzer leiden. Dann dreht man die Kurbel rund 10 bis 15 Mal rückwärts durch, damit sich das Öl verteilt. Mit leichterem Druck könne man abschließend nochmals restliches Öl aufnehmen.

Ob Alltagsradler zu Kettenfett oder -öl greifen, sei unerheblich. Es gebe jeweils viele optimierte Produkte für spezielle Bereiche. Im Normalfall reiche aber normales Kettenöl. Nähmaschinenöl etwa eignet sich aber nicht, da es viel zu dünnflüssig ist.

Eine komplette Kettenreinigung ist im Regelfall vor und nach dem Winter erforderlich. Das geht am leichtesten mit einem Kettenreinigungsgerät (um die 30 Euro) mit Flüssigkeit, nachdem man die Kette von groben Schmutz befreit hat. Wer dabei einen Entfetter nutzt, muss die Kette danach neu schmieren.

Ein Zahnriemen kann eine Kettenalternative für Pflegefaule sein. "Er braucht nahezu keine Schmierung und kann nicht rosten", sagt Fehlau. Er muss höchstens zwei Mal im Jahr geschmiert werden.

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