Feiner Dreier

München - Endlich wieder ein BMW-Facelift, bei dem es auch was zu sehen gibt. Im Gegensatz zu den Verfeinerungen beim 5er und 6er wurde jetzt der 3er ordentlich aufgefrischt. Aber auch unter der Haube des Mittelklasse-BMW hat sich einiges getan.

Coupé und Cabrio bleiben allerdings optisch unverändert. Die Markteinführung in Deutschland ist am 13. September. Über die neuen Preise schweigen sich die Münchner aber noch aus.

An der Front trägt der 3er nun deutlich dynamischere Züge: Die neu geformten Leuchten blinken nun mit LED-Technik, auch die Niere und die Lufteinlässe wurden geändert. An der Seitenlinie wurde die Sicke verschärft, am Heck fallen die neugestalteten, L-förmigen Heckleuchten auf, Schlusslicht und Blinker sind nun mit LED ausgestattet. Der Innenraum wurde durch Neugestaltung einiger Elemente und mit neuen Materialien aufgewertet. Das vereinfachte Bediensystem iDrive verfügt nun über vier Direktwahltasten, die frei programmierbar sind.

Das Motorenangebot für den 3er und 3er Touring umfasst je fünf Benzin- und Dieselmotoren mit einem Leistungsspektrum von 143 bis 306 PS. Ein neu entwickelter Sechszylinder-Diesel im 330d gehört zu den wesentlichen Änderungen. Das 3,0-l-Aggregat leistet 245 PS, entwickelt ein bärenstarkes Drehmoment von 520 Nm und verbraucht im Schnitt 5,7 Liter auf 100 km (CO2-Ausstoß: 152 g/km).

Das Spitzentempo ist bei beiden Karosserievarianten auf 250 km/h begrenzt. Der Common-Rail- Direkteinspritzer erfüllt bereits die Grenzwerte der künftigen Abgasnorm Euro 5. Auf Wunsch gibt es für ihn auch noch die "BluePerformance"- Technologie mit NOx-Speicherkatalysator. Durch die Verringerung der Stickoxide erfüllt der Motor laut den Münchnern dann sogar schon die Voraussetzungen für die Einstufung nach der Norm Euro 6.

Neben der Direkteinspritzung, die nun auch in den Benzinmotoren flächendeckend Einzug gehalten hat, fahren alle 3er-BMW mit Bremsenergie- Rückgewinnung, Schaltpunktanzeige, aktiver Aerodynamik sowie einer bedarfsgerechten Steuerung von Nebenaggregaten. So werden beispielsweise die Luftklappen im Kühlergrill bei geringem Kühlungsbedarf des Motors geschlossen, was die Aerodynamik verbessert. Die elektronische Unterstützung für die Servolenkung oder die Kühlmittelpumpe werden nur betrieben, wenn dies wirklich erforderlich ist. Die Vierzylinder-Motoren sind zusätzlich mit einer Auto-Start-Stop-Funktion versehen, die den Motor beim Halten automatisch abstellt und bei einem Tritt auf die Kupplung dann wieder anspringen lässt.

Zeitgleich zum Facelift für die 3er Limousine und dem Kombi spendiert BMW dem Coupé und dem Cabrio noch eine neue Siebengang- Automatik mit Doppelkupplung. Im 335i sind jetzt damit Gangwechsel ohne Unterbrechungen der Zugkraft möglich.

osw.

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