Fixstern S-Klasse mit neuer Strahlkraft

- Gut betuchte Autokäufer haben es derzeit bei ihrer Entscheidungsfindung nicht ganz leicht. BMW schickt in diesen Tagen eine neue famose Diesel-Generation im Siebener ins Rennen, Audi serviert gerade einen komplett neu entwickelten A8 mit diversen neuen High-Tech-Überraschungen und auch bei Mercedes-Benz steht jetzt eine große Modellpflege bei ihrer S-Klasse an. Wobei die Schwaben großen Wert auf die Feststellung legen, dass ihr Facelift schon vor vier Jahren auf den Herbst 2002 festgelegt worden ist . . .

<P>Während die äußerlich sichtbaren Modifikationen relativ klein ausgefallen sind, hat sich unter der Motorhaube und im Inneren der Luxus-Karosse aus Stuttgart um so mehr getan: Neben stärkeren Motoren mit einer Leistung bis zu 500 PS für das Top-Modell S 600 sorgen Allradantrieb sowie im Inneren neue Polster und Materialen für elegante Frische. Zudem feiert ab sofort das neue Insassenschutzsystem Pre-Safe serienmäßig in der S-Klasse Premiere. Die Preise liegen zwischen 58 870 und 126 556 Euro.</P><P>Die Veränderungen für das Modelljahr 2003 beinhalten neue Stoßdämpfer mit größeren Lufteinlässen im vorderen Bereich, dazu auch größere Außenspiegel, Klarglasscheinwerfer, neu gestaltete Heckleuchten und eine steilere Kühlermaske. Auch die Motorenpalette wurde überarbeitet und aufgepowert. Im S 320 CDI leistet die zweite Generation des Common-Rail-Diesels jetzt 204 PS bei einem Spitzendrehmoment von 500 Nm. Der S 350 mit einem 3,7-l-V6, 245 PS und 350 Nm ersetzt den alten S 320. Der S 500 leistet nun 306 PS bei einem maximalen Drehmoment von 460 Nm.</P><P>Jede Leistungsdiskussion erübrigt sich dann noch weiter oben. Denn sowohl der kernige S 55 von Haustuner AMG mit einem V8-Kompressor wie auch der souveräne S 600 haben jeweils satte 500 PS unter der Haube. Wobei das Topmodell mit dem V12-Biturbo aus dem Maybach und einem Drehmoment von unglaublichen 800 Nm daherkommt. Damit beschleunigt das fast zwei Tonnen schwere Fahrzeug in nur 4,8 sek. von null auf 100 Sachen. Das Spitzentempo liegt - elektronisch abgeregelt - bei 250 km/h, ohne Eingriff wären es über 300 km/h. Gegen knapp 3600 Euro Aufpreis kann man - wohl als Antwort auf den VW Phaeton und den Audi A8 - nun auch einen permanenten Allradantrieb (4-matic) bei den Sechs- und Acht-Zylinder-Benzinern ordern.</P><P>Bei unseren ersten Fahreindrücken erwiesen sich die Motoren durch die Bank als durchzugsstark und kultiviert. Wobei der Zwölfzylinder allererste Sahne ist. Das Aggregat strotzt nur so vor Kraft und bewegt den schweren Wagen dank des ABC-Fahrwerks mit einer spielerischen Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht. Dabei gönnt sich der Motor keinerlei Verschnaufpausen, arbeitet durchweg souverän und kraftvoll - bis ihn die künstliche Begrenzung bei Tempo 250 bändigt.</P><P>Im Inneren der Limousine findet man jetzt noch weichere Komfort-Polster. Zudem gibt es gegen Aufpreis hier nun auch die bereits aus der E-Klasse bekannten fahrdynamischen Multikontursitze. Die eigentliche Innovation des Stern-Flaggschiffes aber gilt der Insassen-Sicherheit. Das so genannte Pre-Safe erkennt einen drohenden Unfall im Voraus, indem es Fahrdaten blitzschnell zusammenrechnet und an die Steuergeräte der Fahrsicherheitssysteme weiterleitet. Das System sorgt bei einer drohenden Kollision selbstständig für Schutz-Maßnahmen wie die Straffung des Gurtbandes oder beim Schleudern des Fahrzeugs für das automatische Schließen des Schiebedachs. Wird ein Unfall im letzten Moment verhindert, bringt das System alle Einstellungen wieder in ihre Ausgangsposition zurück.</P><P>Pre-Safe denkt mit: Ist der Sitz zu weit nach vorne eingestellt, fährt ihn das System vor einem drohenden Unfall zurück, gleichzeitig bringt es auch Rückenlehne und Sitzkissen - falls ungünstig eingestellt - vorsorglich in bessere Positionen und strafft zugleich die Gurte<BR></P>

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