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Ab 2018 soll es marktreife Flugautos in Serie geben.

Utopie oder bald Realität?

Flugautos: Fliegen wir dem Stau bald davon?

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Was vor ein paar Jahren noch undenkbar erschien, ist nun Realität. Eine holländische Firma kündigt das erste fliegende Auto an. Es gibt aber noch einige Nachteile.  

James Bond-Fans kennen das Konzept Flugauto spätestens seit dem Film "Der Mann mit dem goldenen Colt". Darin entwischt der Bösewicht dem britischen Geheimagenten in einem mit wenigen Knopfdrücken zum Flugzeug umfunktionierten Auto, einem AMC Matador. Was hier reine Fiktion ist, wird nun Realität. Denn die niederländische Firma PAL-V (Personal Air and Land Vehicle) will 2018 das fliegende Auto "PAL-V Liberty Pioneer" und "Liberty Sport" auf den Markt bringen und damit den Grundstein für die Eroberung der Lüfte mit Automobilen legen.

PAL-V Liberty: Dreirad wird auf Knopfdruck zum Flieger

Das erste Fliegende Auto der Welt verfügt über drei Räder und wird auf Kopfdruck zum Flugobjekt. Dann nämlich fährt ein Propeller aus. Dieser Transformationsvorgang ist laut Hersteller in drei bis fünf Minuten abgeschlossen. Für den Start ist eine mindestens 180 Meter lange Startbahn nötig, zum Landen genügen 30 Meter.  

Seit März 2017 steht das Flugauto in den Vereinigten Arabischen Emiraten zum Verkauf. Manche rätseln schon, ob das die Zukunft des Transportes sein könnte.

Fliegende Autos: Es gibt Vor- und Nachteile

Laut Hersteller finde das Objekt jetzt bereits großen Anklang. Offensichtlicher Vorteil eines derartigen Flugautos wäre jedenfalls die Möglichkeit, immer und zu jeder Zeit abzuheben. So könnten Besitzer dieser futuristischen Gefährte unliebsamen Staus einfach davonfliegen oder schlecht befahrbaren Straßenabschnitten aus dem Weg gehen. Das würde viel Zeit und Ärger ersparen. Dieser vermeintliche Vorteil hat aber einen Haken: In Deutschland kann nicht einfach an beliebiger Stelle gestartet und gelandet werden. Es braucht stattdessen fixe Start- und Landepunkte. Fliegende Autos könnten also zunächst vor allem an den strengen Regulierungen des Luftraums scheitern.

Weiterer Nachteil: Potenzielle Käufer eines PAL-V Liberty brauchen auf alle Fälle einen dicken Geldbeutel. Denn die Preise für das fliegende Auto liegen bei 300.000 Euro aufwärts - plus Steuern versteht sich.

Gesetzliche Vorgaben wichtiger als Design

Die gute Nachricht für diejenigen, die sich trotzdem schon auf grenzenlose Freiheit und das Ende von Staus gefreut haben, ist: Die Niederländer haben grünes Licht von den Behörden bekommen. Vorserienmodelle existieren bereits, Ende 2018 sollen dann auch die ersten Kundenbestellungen erfüllt werden. Das Unternehmen konzentrierte sich dabei weniger auf Design-Aspekte als auf gesetzliche Vorgaben: "Nach vielen Jahren harter Arbeit, haben wir es geschafft, ein fliegendes Auto aus der Taufe zu heben, welches weltweit nicht nur die Sicherheitsbestimmungen sondern auch bestehende Gesetze und Regularien in der Luft wie auch auf der Strasse erfüllt," wird Robert Dingemanse, CEO von PAL-V, in der Pressemeldung zitiert.

Ein weiterer Anbieter - Aeromobil 4.0 - will ab 2018 ebenfalls futuristische Flugautos in Serie produzieren. Hier geht's zum Artikel.

Außerdem können Sie sich unten ein kurzes Video zum Start des ersten kommerziellen Flugautos der Welt ansehen:

Nicht gleich in die Luft gehen - Der lange Weg zum Flugauto

mop

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