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Der will nicht nur spielen: Der Fiesta ST hat 180 PS, sprintet in 6,9 Sekunden auf 100 km/h.

Klein, aber oho

Ford Fiesta ST: Rennsemmel mit 180 PS

Die Rennsemmel-Liga der Kleinen erhält jetzt weiteren Zuwachs: Ford meldet sich hier mit der Wiederauflage des Fiesta ST eindrucksvoll zurück.

Schick, athletisch und mit einem kraftvollen 180 PS starken 1,6-Liter-EcoBoost-Benzinmotor macht der dreitürige Kraftzwerg aus Köln dem Mini Cooper S, VW Polo GTI und Seat Ibiza Cupra ordentlich Konkurrenz. Und das zu einem Einstiegspreis, der einige tausend Euro unter dem der Mitbewerber liegt: Ab 19.900 Euro ist der gut ausgestattete dreitürige Sportler ab sofort im Handel. Wir testeten den neuen ST auf seine sportlichen Eigenschaften und vor allem auf seinen Spaßfaktor.

Er beeindruckt schon beim ersten Blickkontakt. Der schwarze markante, trapezförmige Kühlergrill mit dem großen Wabengittermuster, die breiten Radläufe, die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, der Diffusor in der Heckschürze und die doppelflutige Auspuffanlage signalisieren selbstbe­­wusst: Hier wartet ein echtes Kraftpaket, das endlich von der Leine will.

Aufgepeppt gegenüber dem Serienmodell ist auch das Cockpit: Lenkrad und Schaltknauf sind mit Leder überzogen, die Sportpedale bestehen aus Leichtmetall. Praktisch und serienmäßig sind die Recaro-Sportsitze, die wir vor allem beim Fahrtest richtig schätzen lernen. Denn der 1,6-Liter-EcoBoost-Motor mit den 182 PS beschleunigt unseren nur 1163 Kilo schweren Kleinwagen in 6,9 Sekunden von null auf 100 km/h. In der Spitze erreicht der stärkste Fiesta 220 km/h. Doch so richtig Spaß macht der Kraftzwerg vor allem auf abgelegenen kurvigen Gebirgsstraßen. Durch sie geleitet uns das Sportfahrwerk sowie die direkte Lenkung wie auf Schienen. Ein dreistufiges ESP mit integrierter Traktionskontrolle und Fahrdynamikregelung vermittelt auch bei schlüpfrigem Untergrund Sicherheit.

Knackig und rassig: Ford Fiesta ST

Knackig und rassig: Ford Fiesta ST

Ein Highlight ist zudem die Geräuschkulisse im ST: Ein kräftigerer Tritt aufs Gaspedal, dann ertönt ein markanter, satter Sound – und uns beschert der ST Glückshormone.

Die werden kaum durch den Blick auf die Verbrauchsanzeige getrübt, die bei unserem Test mit acht Litern auf 100 km gut zwei Liter mehr ausweist als die Herstellerangabe. Aber wer schaut bei einer Rennsemmel schon auf den Spritverbrauch …

Und für wen ist der kräftige Kleine gemacht? Ford sieht hier vor allem Singles und sportliche Paare bis 35 ohne Kinder in der Zielgruppe.

Heinz Wilhelm

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