Forever young

- Honda VFR 800 - ein Klassiker wurde erneut überarbeitet

Keine Sorge, auch die aktuelle VFR des Jahrgangs 2002 enttäuscht nicht. Im Gegenteil: Dank der aus den Honda-Pkw bekannten variablen VTEC-Ventilsteuerung wirkt der in V-Form angeordnete Vierzylinder mit 782 ccm Hubraum auf einmal richtig kernig. Sowohl akustisch als auch in Bezug auf die Leistungsabgabe. <BR>Aus den formschönen, unters Heck gezogenen zwei Auspuffrohren mit vier Öffnungen kommt ein Sound, der richtig gut nach Motorrad klingt. Kein kastriertes Säuseln, sondern ein richtiges Bollern, das sich bei entsprechender Drehzahl zu einem Trompeten steigert. <BR><BR>Wobei die VFR nicht als kompromissloser Sportler konzipiert ist, sondern als komfortabler Sporttourer mit ordentlichem Sprintpotenzial. 109 PS (80 kW) leistet der flüssigkeitsgekühlte Motor bei 10 500 Kurbelwellen-Umdrehungen pro Minute. <BR><BR>Damit katapultiert man das 244 kg schwere Motorrad in nicht viel mehr als drei Sekunden auf Tempo 100 und kann es - freie Fahrbahn und optimale Bedingungen vorausgesetzt - auf maximal 244 km/h bringen. Das lässt kaum noch Wünsche offen, auch weil der Pilot hinter der neu gestalteten kantigeren Verkleidung kommod sitzt. <BR><BR>Weil auch das Fahrwerk zum Besten gehört, was derzeit auf dem Zweiradmarkt käuflich ist und das Sechsganggetriebe butterweich die Gänge wechselt, weckt die Tour auf der VFR Begeisterung. Die Bremsen werden im Normalbetrieb mit dem Bike und dessen Fahrleistungen gut fertig. Das gegen 750 Euro Aufpreis erhältliche ABS musste bei unseren Fahrten im Alltagsbetrieb nie aktiviert werden. Bei provozierten Testverzögerungen waren ordentliche Handkräfte nötig, um das elektronische Helferlein zu aktivieren. Negative Folgen im Alltag hat das jedoch nicht. Da nervt schon mehr die sehr sportliche Sitzposition, die auf Dauer viel Druck auf die Handgelenke bewirkt. <BR><BR>Dennoch: Die 11 490 Euro teure Honda VFR ist auch in der aktuellen Version ein exzellenter Allrounder mit Tourer- und Sportlerqualitäten. Wobei der Verbrauch von 7,0 Liter Normal auf 100 km eher auf Sport-, die theoretische Reichweite von 314 km dann doch wieder auf Tourentauglichkeit schließen lässt. Und das Gesamtprodukt jung und dynamisch ist wie am ersten Tag und kein bisserl schlechter als die Vorgängerin. <BR>

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