Fix & Foxi

- Großer Auftritt für die Kleinstwagen. Lange vor allem von den deutschen Hersteller vernachlässigt, weil angeblich mit ihnen kein gutes Geld zu verdienen war. Doch jetzt die Kehrtwende: Toyota, Peugeot und Citroën starten im Sommer ein gemeinsam entwickeltes Produkt jeweils unter eigenem Namen, Ford frischt den guten alten Ka als Sondermodell Student clever auf. Und auch Volkswagen hat die Zeichen der Zeit erkannt und bringt den eigentlich nur für Südamerika geplanten Fox nun auch nach Europa.

Zum echten Volkspreis von 8950 Euro. Dafür erhält der Käufer ein zwar eher zurückhaltend ausgestattetes, dafür jedoch durchdachtes Automobil. So verzichten die Wolfsburger auf einen dritten Sitz im Fond und bieten dafür selbst zwei Erwachsenen hinten erstaunlich viel Platz. Dies liegt nicht zuletzt an der lichten Gesamthöhe von 1,54 m, immerhin sieben Zentimeter mehr als ein Lupo zu bieten hat. Zumal sich die hintere Sitzbank gegen Aufpreis noch um 30 cm verschieben läßt. Vorne sitzt man fast schon wie in einem frühen Polo. Dem nun abgelösten Vorgänger Lupo ist der Fox in Sachen Platzangebot deutlich überlegen. <BR><BR>Kein Wunder, ist der Fuchs doch satte 30 cm länger geraten als das Wölfchen.Dieses darf übrigens als Drei- Liter-Lupo und Lupo GTI zumindest noch einige Zeit weiterleben. War der Lupo einfach nur eng, ist der Fox fast schon ein kleiner Van. Ein Eindruck, der durch die relativ hohe Sitzposition und die schräge Frontscheibe noch unterstrichen wird. 260 Liter Gepäck schluckt der Kofferraum, legt man die hinteren Sitze um, kommen stolze 1016 Liter zusammen. Wie immer bei Volkswagen sind die Sitze schön straff geraten. Die Lenkung überzeugt mit ausreichend Gefühl und das Fahrwerk mit souveränem Handling. Asphaltlöcher und Bodenwellen nimmt der Fox zwar nicht so überlegenwieein Polo,ist aber dennoch ein komfortabler Mini. Richtig billig ist er dabei nicht. <BR><BR>Weder in der Anmutung trotz des etwas spartanisch wirkenden Hartplastiks - noch im Preis. Mit 8950 Euro liegt der VW einen Tausender über den künftigen Wettbewerbsmodellen und bietet dabei keineswegs mehr Ausstattung. ABS und zwei Airbags sind die Highlights im Sicherheitsbereich. Seitenairbags kosten 255 Euro, das immerhin erhältliche ESP 400 Euro. Die Komfortausstattung ist noch bescheidener: Servolenkung (450 Euro), verschiebbare Rücksitzbank (95 Euro), Klimaanlage (1225 Euro) kosten extra. Diverse Pakete mit elektrischen Helfern und Zentralverriegelung kommen auf bis zu 845 Euro. Wer sich für den 1,4-Liter-Benziner entscheidet, muss bereits 10400 Euro bezahlen, erhält aber immerhin die Servolenkung inklusive. Der 1,4-l-Diesel steht mit 11400 Euro zu Buche. Mit diversen Extras kann man diese Version dann schon in Richtung 15000 Euro hochrüsten. Ein Preiswunder ist also auch der Fox nicht unbedingt. Seine Stärken liegen eher im für VW-typischen Bereich. Der kleine Fuchs ist fahraktiv, gut verarbeitet, bietet ein tolles Raumangebot und bekannt-bewährte Motoren. In der Stadt und auf kurzen Überlandfahrten ist sogar der 1,2- l-Dreizylinder nicht die schlechteste Wahl. 

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