Französischer Raumkreuzer

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<P>Die vierte Generation des Renault Espace bietet mehr Platz, mehr Komfort, mehr Fahrspaß und eine Stahlblech-Karosserie: <BR><BR>Der komplett neuentwickelte Espace bietet jetzt noch mehr Komfort, Dynamik und Qualität. Und das hat auch seinen Preis. Die Liste reicht von 25 500 Euro für das 136 PS starke 2.0-l-Einstiegsmodell bis hin zu 44 800 Euro für die Top-Ausstattung mit einem 3.0-l-dCi-V6-Diesel und 177 PS samt Fünfgang-Automatik. Die Zeiten der Kunststoff-Karosserie sind vorbei, auf der Plattform des Laguna und des Vel Satis rollt der Van nun als selbsttragende Stahlblech-Konstruktion. Nur die Heckklappe und die Kotflügel sind zur Gewichtsreduzierung noch aus Kunststoff und die Türen aus Aluminium. <BR><BR>Das Design nimmt die Linien der aktuellen Renault-Formgebung in abgeschwächter Form auf - eckige Klarglasscheinwerfer vorn, tiefgezogene Front und ein angedeuteter Pürzel in der großen Heckklappe. Nirgendwo steht Renault, der Rhombus vorn und hinten reicht, schließlich hat der Name Espace schon über Jahre hinweg einen guten Klang. Trotz leicht gewachsener Außenabmessungen wirkt der Espace zwar bullig, aber nicht zu massig, auch der 20 cm längere Grand Espace (Aufpreis 1200 Euro) ist wie aus einem Guss. <BR>Der Innenraum gefällt mit gutem Raumangebot, vielen Fächern sowie einfacher Bedienung und guter Übersicht nach draußen. Unpraktisch: die Heizungsbedienung in der Fahrertür und der Warnblinkschalter an der Decke. Der Beifahrer kann so nur die Temperatur einstellen, nicht aber die Lüftung. <BR><BR>Die Sitze drei bis fünf verfügen über integrierte Dreipunktgurte und sind dank durchgehender Schienen im ganzen Heck beliebig zu platzieren. Ein sechster oder siebter Sitz kosten jeweils 310 Euro Aufpreis. Beim Fünfsitzer schluckt der Gepäckraum 291 Liter (beim Grand Espace sogar 456 l). Die Sicherheits-Ausstattung umfasst bis zu acht Airbags, ABS, Bremsassistent und ESP. Die optionalen Seiten-Airbags hinten sind neu im Van-Segment. <BR><BR>Eine Klimaanlage ist serienmäßig und auch nötig bei den großen Glasflächen. Pfiffige Details sind die automatische Parkbremse und eine Tankklappe mit integriertem Tankdeckel. Der Fahrer muss nie mehr einen Verschluss auf- und zuschrauben. Abroll- und Geräusch-Komfort sowie das Fahrverhalten liegen auf Limousinen-Niveau. Dabei benimmt sich der Espace angenehm handlich und kurvenstabil dank wenig Seitenneigung. <BR><BR>Mit sechs Motoren von 88 bis 241 PS hat er die breiteste Palette aller Vans. Der interessanteste, der 2.2 dCi mit Sechsganggetriebe läuft leise, sparsam und durchzugsstark (die sanft schaltende 5-Gang-Automatik kostet 1750 Euro zusätzlich). Ab Frühjahr soll dieser Volumen-Motor einen Partikelfilter bekommen und Euro 4 erfüllen. <BR><BR>Der 3.0 dCi bietet mit 350 Nm genau 30 Nm mehr Drehmoment und verwöhnt der Fahrer mit Souveränität. Besonders sparsam ist der 1.9 dCi mit 88 PS, der allerdings erst im Dezember, also einen Monat nach der Markteinführung am 8. November, zu uns kommt. Renault rechnet mit einem Gesamt-Diesel-Anteil von 75 und für Deutschland mit 60 Prozent. <BR><BR>Das Spitzenmodell mit dem 241 PS starken 3.5-V6 von Nissan kommt erst Anfang 2003, doch dieser bis 225 km/h schnelle Raumgleiter dürfte eine Randerscheinung bleiben. Wer viel fährt, wird fast zwangsläufig zum Diesel greifen, auch die Wartungsintervalle von 60 000 km für die große Inspektion halten die Kosten im Rahmen. Besonders hervorzuheben sind die günstigen Versicherungs-Einstufungen, Jan Roentgen, Marketing-Manager bei Renault Deutschland: "Wir haben die klassenbesten Vollkaskoeinstufungen." <BR><BR>Alles in allem hat der neue Espace ausgezeichnete Anlagen, seinen Vorgänger Espace III (370 000 Exemplare wurden davon gebaut) im Verkauf zu überholen. Renault plant einen Produktions-Ausstoß von 450 000 Autos bis 2009; dann kommt Espace Nummer Fünf. <BR><BR></P>

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