Frischzellen-Kur für Allrad-Renner

- Seit seinem ersten Auftritt Anfang 2004 hat der X3 von BMW das Segment der kleinen sportlichen Offroader fest im Griff. Auch, weil die Konkurrenz von Audi, VW oder Mercedes mit ihren kleineren Kraxlern immer noch nicht in die Gänge gekommen ist. Damit der Erfolg auch bis zum Modellwechsel 2010 weiterhin anhält, haben die Münchner ihrem Allrad-Renner jetzt ein Facelift spendiert.

Die Modifizierungen betreffen sowohl das Ex- als auch das Interieur und den Motorenbereich. Drei der insgesamt sechs zur Wahl stehenden Motoren sind neu, darunter die Topmotorisierung, ein 3,0-l-Diesel mit 286 PS für stolze 50 300 Euro. Einstiegsmodell in die Baureihe bleibt aber der 2,0-l-Benziner mit 150 PS für 33 500 Euro.

Der für ein Auto dieser Marke und Preisklasse doch billig wirkende Innenraum und der hohe Kunststoff-Anteil am Exterieur gab bislang häufig Anlass zu Kritik. BMW hat reagiert und den X3 optisch und haptisch aufgewertet. Der Lackanteil außen etwa wurde deutlich erhöht. Hinzu kommen neu arrangierte LED-Rückleuchten und größere Lufteinlässe in der BMW-Niere. Auch innen wirkt der X3 nun viel hochwertiger, die genarbten Kunststoffe sind weicher, das neue Dreispeichenlenkrad liegt perfekt in der Hand. Je nach Ausstattung gibt’s zudem lackierte oder in echtem Alu gehaltene Einlagen.

Während die beiden Vierzylinder- Einstiegsmotoren bei einem Aufpreis gegenüber dem Vorgänger von rund 600 Euro erhalten bleiben, gibt es drei neue Sechszylinder im Angebot. Der 2,5- und der 3,0-l-Benziner laufen zum Beispiel auch im kommenden neuen 3er Coupé. Spitzenaggregat ist jetzt jedoch ein Diesel. Der 3,0-l-Selbstzünder mit einer variablen TwinTurbo-Technologie leistet 286 PS und stellt über ein breites Drehzahlband mächtig Drehmoment zur Verfügung. Mit der neuen Sechsgang- Automatik ergibt sich so eine wunderbar harmonische und trotzdem sportliche Kombination. Mit 50 300 Euro verlangt BMW hier trotz der verbesserten Ausstattung aber auch einen saftigen Preis.

Ausgestattet ist der X3 mit dem permanenten und voll variablen Allradsystem xDrive, das die Kraft im Normalfall zu 40 Prozent nach vorne und zu 60 Prozent nach hinten leitet, jedoch bei Bedarf bis zu 100 Prozent Front- oder Heckantrieb zulässt.

Trotz des beeindruckenden Top-Modells und der runden Motorenpalette ist es jedoch vor allem die Leistung der Designer, die den X3 nun optisch fast eine ganze Klasse hochwertiger wirken lässt. Mit relativ geringem Aufwand haben die Münchner den X3 so auf ein neues Niveau gehoben. OSW.

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