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Wichtige Führerschein Neuerung: Das ändert sich für Autofahrer

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Von: Anne Hund

Der Wechsel auf „normalen“ Führerschein wird einfacher.

Fahrausbildung: Der Umstieg von Automatik-Führerschein auf Schaltgetriebe wird einfacher. © Arman Zhenikeyev/imago-images

Der Umstieg vom Automatik-Führerschein auf Schaltgetriebe wird einfacher: Der ADAC erklärt die neue Regelung seit 1. April und was sie für Fahrschüler bedeutet.

Diese Nachricht dürfte vor allem angehende Autofahrer interessieren: Wer nach dem 1. April 2021 die praktische Fahrprüfung für die Klasse B (Pkw) auf einem Fahrzeug mit Automatikschaltung ablegt, darf nach Angaben des ADAC „unter gewissen Bedingungen“ auch Autos mit Schaltgetriebe* fahren, wie die Experten auf ihrer Internetseite (Stand: 10. Februar) mitteilen.

Das sind laut ADAC.de dann die Voraussetzungen dafür: „Nach der praktischen Grundausbildung müssen mindestens zehn zusätzliche Fahrstunden (Unterrichtseinheiten à 45 Minuten) mit einem Schaltfahrzeug gemacht werden. Die Fahrtauglichkeit muss dann in einer mindestens 15-minütigen Testfahrt mit dem Fahrlehrer nachgewiesen werden.“ Mit dieser zusätzlichen Ausbildung werde die Beschränkung auf Automatik-Fahrzeuge aufgehoben und die Schlüsselzahl 197 im Führerschein eingetragen. 

Mit Automatik-Führerschein darf man sonst nur Fahrzeuge mit Automatikgetriebe fahren. Ab April soll der Umstieg auf den „normalen Führerschein“, sprich auf Schaltfahrzeuge, dem ADAC zufolge entsprechend erleichtert werden.

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Wann dürfen Autofahrer mit Automatik-Führerschein Schaltwagen fahren?

Für die Umschreibung von Automatik-Führerscheinen, die nach dem 1. April 2021 gemacht werden, gilt dem Bericht auf ADAC.de zufolge:

  1. „Für Klasse B (Pkw) genügt es, bei der Fahrerlaubnisbehörde die Fahrschulbescheinigung über die zusätzlichen Fahrstunden und die Testfahrt vorzulegen. Das ist der Nachweis, dass der Führerscheininhaber ein Schaltgetriebe-Fahrzeug führen kann. Eine neue Prüfung ist nicht erforderlich“, so die Experten.
  2. „Für alle anderen Klassen muss der Nachweis durch eine zusätzliche praktische Prüfung mit einem Schaltfahrzeug erbracht werden“, heißt weiter auf ADAC.de.
  3. Zu beachten sei: „Eine Aufhebung der Automatikbeschränkung ist nicht möglich, wenn sie aus medizinischen Gründen, also wegen einer körperlichen Beeinträchtigung oder Behinderung erfolgte“, so der Hinweis der Experten.

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Führerscheinerwerb mit Automatikwagen: Neuerung ab 1. April 2021

Auch der TÜV-Verband hatte über die Neuerung informiert: „Ab 1. April 2021 können Fahrschüler:innen ihre praktische Führerscheinprüfung auch mit einem Automatikwagen absolvieren und damit ihre Fahrerlaubnis der Klasse B erwerben“, hieß es dazu in einer Mitteilung vom 22. Dezember.

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Und weiter: „Der Führerschein ist für Automatik- und Schaltwagen gültig. Voraussetzung ist allerdings, dass auch Fahrstunden mit einem Fahrzeug mit Schaltgetriebe absolviert worden sind. Erforderlich sind mindestens 10 Fahrstunden à 45 Minuten und eine abschließende 15-minütige Testfahrt innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften.“ Auf diese Weise solle die Ausbildung auf Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und sicherheitsrelevanten Fahrerassistenzsystemen gefördert werden. (ahu)*tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Quellen: ADAC.de; www.vdtuev.de

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