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Wildschwein oder Reh auf der Straße? Dann sollten Autofahrer bremsen und abblenden. Scheinwerferlicht irritiert die Tiere.

Wildwechsel im Herbst

Reh auf der Straße: Abblenden, bremsen, hupen

München - Im Herbst ist das Risiko besonders groß: Wild kreuzt plötzlich die Straße und bringt Autofahrer in Gefahr. Der ADAC gibt Tipps, wie sich Unfälle möglicherweise vermeiden lassen.

Rund 3000 Verkehrsteilnehmer werden dem Autoclub zufolge jährlich bei Unfällen mit Wildtieren verletzt. Meist handelt es sich nur um leichte Verletzungen, manchmal endet der Zusammenstoß für Fahrzeuginsassen aber auch tödlich. Besonders groß ist die Gefahr von Wildwechsel im Frühjahr und Herbst.

Wichtige Regel bei bei Wild auf der Straße: abblenden, abbremsen und hupen. Autofahrer sollten hektische Ausweichmanöver vermeiden, um nicht von der Straße abzukommen oder in den Gegenverkehr zu schleudern.

Ein Reh kommt selten allein

Bei grellem Scheinwerferlicht verharren die Tiere meist regungslos und bleiben unter Umständen auf der Straße stehen. Vor allem entlang von Wald- und Feldrändern sollten Autofahrer besonders vorsichtig fahren. Der ADAC weist darauf hin, dass dies nicht nur für Straßen gilt, wo das Verkehrsschild „Wildwechsel“ auf die potenzielle Gefahr hinweist. Viele Tiere, zum Beispiel Rehe, sind vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv. Grundsätzlich muss aber zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Wildwechsel gerechnet werden.

Und weil ein Reh selten allein kommt, sollten Autofahrer auch dann langsam weiterfahren, wenn ein Reh die Straße verlassen hat: Wildtiere leben oft in Gruppen, sodass plötzlich noch Nachzügler auftauchen können.

Wenn sich die Kollision nicht vermeiden lässt empfiehlt sich ein kontrollierter Aufprall. "Autofahrer sollten dann das Lenkrad gut festhalten, geradeaus fahren und dabei mit maximaler Kraft bremsen", teilt der ADAC mit. Wer ausweicht, gefährdet den Gegenverkehr oder landet vielleicht im Graben.

Jäger informieren

Nach Wildunfällen sollten Autofahrer das Warnblinklicht einschalten, eine Warnweste anziehen und die Unfallstelle mit einem Warndreieck sichern. Wenn Personen verletzt wurden, müssen Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden. In vielen Bundesländern besteht eine Meldepflicht. Auch wenn kein sichtbarer Schaden entstanden ist, muss aus Tierschutzgründen der Jäger benachrichtigt werden. Er kann ein verletztes Wild aufspüren und es gegebenenfalls von seinem Leiden erlösen.

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