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Stadtmobil schnitt im Test am besten ab. Bundesweit hat das Carsharing-Unternehmen 2000 Autos auf den Straßen.

Carsharing

Das geteilte Auto: Für wen es sich lohnt

München - Die Nachfrage nach Carsharing wächst explosionsartig. In deutschen Großstädten kann man unter mehreren Anbietern wählen. Der Preis pro Fahrt ist nicht das einzige Kriterium.

Immer mehr Autofahrer verzichten auf das eigene Fahrzeug und teilen sich einen Wagen mit anderen – die Nachfrage nach Carsharing wächst und wächst. Waren es 2011 noch knapp 200 000 Nutzer, zählen die Anbieter mittlerweile fast eine halbe Million registrierte Kunden. Nur in den USA ist die moderne Form des Autoteilens noch weiter verbreitet.

Die acht größten heimischen Dienstleister hat der Münchner Automobilclub Mobil in Deutschland unter die Lupe genommen. Dazu gehören DriveNow, Flinkster, Car2Go, Cambio, Stadtmobil, Book‘n‘Drive, CiteeCar und Hertz 24/7. „Wer jährlich weniger als 7500 Kilometer mit dem Auto fährt, kann bis zu 1000 Euro sparen“, lautet das Fazit von Clubpräsident Michael Haberland. Bei Kosten eines eigenen Wagens von im Schnitt 5000 bis 6000 Euro jährlich ist das für Wenigfahrer eine deutliche Entlastung. Im Schnitt fahren Deutsche pro Jahr 12 000 Autokilometer.

Als Testsieger hat der jüngste deutsche Automobilclub den Unternehmensverbund Stadtmobil ermittelt. Der in 85 deutschen Städten (auch in München) aktive Anbieter hat im Vergleich zum ersten Test vor zwei Jahren die Deutsche Bahn-Tochter Flinkster, die diesmal Dritter wurde, vom Spitzenplatz verdrängt. Stadtmobil habe günstige Preise und mit gut 2000 Autos gemessen an der Zahl registrierter Nutzer so viele Fahrzeuge, dass man auch zu Hauptbuchungszeiten relativ sicher einen Wagen bekommt, begründete Haberland die Wahl.

Zugleich machten die Tester klar, dass Anbieter kaum direkt vergleichbar sind, weil fast jedes Unternehmen ein eigenes Tarifmodell nutzt. So ist beispielsweise der Newcomer Citeecar, den es erst in vier Städten gibt, als einer von zwei Testzweiten pro Fahrt durchweg der billigste Anbieter. Er verlangt aber auch die höchste Jahresgebühr von 60 Euro.

Ein wichtiges Kriterium sei auch der Selbstbehalt bei einem Unfall, warnt Haberland. Der beträgt bei manchen Anbietern wie Flinkster satte 1500 Euro, mindestens aber die Hälfte. Nur bei DriveNow kann man den Selbstbehalt gegen eine Jahresgebühr von 199 Euro auf Null senken. „Es ist generell sehr empfehlenswert, einen Wagen vor der Fahrt genau auf Schäden zu überprüfen“, rät Haberland. Das gelte insbesondere auch bei schlechtem Wetter. Bei Carsharing-Kunden geschätzt seien Einwegmieten, also die Möglichkeit, einen irgendwo im Stadtgebiet angemieteten Wagen an einer beliebig anderen Stelle in der Stadt wieder zu parken. Das bieten nur DriveNow und der Testzweite Car2Go, bei dem Einzelfahrten allerdings durchweg am teuersten sind.

Allerdings hat Carsharing auch Nachteile. Für Bewohner auf dem Land, die keinen Anbieter in der Nähe haben, ist es nicht wirklich eine Alternative. Auch der spontane Skiausflug am Wochenende kann durchaus scheitern, weil alle Fahrzeuge schon gebucht sind.

Ob auch die Carsharing-Firmen auf ihre Kosten kommen, weiß Mobil in Deutschland mangels Einblick in deren Bilanzen nicht. Einige Anbieter behaupten, an der Gewinnschwelle zu stehen. Mit Zebramobil, der mit Audi kooperiert hat, ist dieses Jahr aber auch ein Dienstleister wieder aus dem Markt ausgeschieden. Die hinter DriveNow (BMW) und Car2Go (Daimler) stehenden Autokonzerne würden ihre Carsharing-Töchter zudem als Vehikel für Probefahrten sehen, um auf diese Weise Kunden zu locken, so der Automobilclub. Zudem könnten BMW und Mercedes über ihre Carsharing-Firmen gezielt eigene Kleinwagen anmelden, damit den Flottenverbrauch senken und so künftige EU-Grenzwerte besser erfüllen.

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