Der GTI-Hammer

- Kurze Rückblende: Im Mai 1983 kam der "Ur-Pirelli" auf den Markt. Basis: der Golf GTI, Generation 1, zweite Serie. Prägnantes Erkennungszeichen: eigens konzipierte Leichtmetallfelgen mit dem "Pirelli-P" im Außenrand. Sagenhafte 10 500 Mal wurde das natürlich mit Pirelli-Reifen bestückte Sondermodell innerhalb eines halben Jahres gebaut und verkauft. Dann war Schluss - Limited Edition! Die legendären Reifenspuren des Youngtimers verlängert jetzt der neue Golf GTI Pirelli.

Das Sondermodell glänzt durch einprägsame Details. Lackierte Stoßfänger und Seitenschweller, Pirelli-Schriftzüge an Heckklappe und Seitenschutzleisten sowie serienmäßig abgedunkelte hintere Scheiben heben das Sondermodell aus der Masse heraus. Im Innenraum finden sich Teilleder-Sportsitze mit eingeprägtem Reifenprofil.

Ein Turbo-Direkteinspritzer treibt den Sportler mit 230 PS auf eine Spitze von 245 km/h, in 6,8 sek. erreicht er Tempo 100. Mit dem optional erhältlichen Doppelkupplungsgetriebe DSG dauert der Spurt sogar nur 6,6 sek. Auf 100 km verbraucht dabei der stärkste GTI aller Zeiten im Schnitt rund 8,2 Liter. Als Pneus stehen die Hochleistungsreifen P-Zero zur Verfügung. Die 225/40er Reifen umspannen 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, die mit einer titanfarbenen Lackierung beschichtet sind.

Die Optik der fünf Speichen wurde als Hommage an den ersten Pirelli GTI konzipiert. Preise sind noch nicht bekannt. Noch mehr brachiale Kraft bringt aber die Studie Golf GTI W12-650 auf die Straße. Der längs hinter Fahrer und Beifahrer eingebaute Zwölfzylinder-Motor verwandelt den Hecktriebler in einen klassischen Mittelmotorsportler. Mit dem 6,0-l-Biturbo bringt es der Über-Golf auf 650 PS. Eine Sechsgang- Automatik überträgt ein maximales Drehmoment von 750 Nm bei 4500 U/min an die Hinterachse. Sie katapultiert den GTI in 3,7 sek. auf 100 km/h.

Wer auf dem Gaspedal bleibt, den trägt der Biturbo weit über die 300-km/h-Grenze hinaus. Erst bei 325 km/h verharrt die Tachonadel. Innen wurden die Leder-Alcantara- Bezüge der Motorsport-Schalensitze neu gestaltet. Drei runde Zusatzinstrumente auf dem mittleren Bereich der Armaturen erinnern ebenfalls an den Ur-GTI. Aus dem Rennsport übernommen wurden die transparenten "Flip-up-Schalterabdeckungen" für Zentralfunktionen wie das abschaltbare ESP

Mit 1,88 m präsentiert sich das Showcar um zwölf Zentimeter breiter und mit 1,42 m Höhe um acht Zentimeter flacher als die Serie. Ein großer Frontspoiler, Lufteinlässe an den Seiten sowie ein kurzer Spoiler am Heck unterstützen den massigen Auftritt des Sonderformats, das extra für den Auftritt vor den Fans am Wörthersee konzipiert wurde. Dort präsentierten die Wolfsburger jetzt die zwei Weltpremieren zum internationalen GTI-Treffen.

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