Gute Nachrichten für Autokäufer

- Verkäufer von Gebrauchtwagen müssen ihre Kunden ungefragt und detailliert über die ihnen bekannten Unfallschäden aufklären. Das hat das Oberlandesgericht Schleswig entschieden.

<P> Verschweigt ein Verkäufer eventuelle Unfallschäden, so muss er sich den Vorwurf der arglistigen Täuschung gefallen lassen, heißt es in dem Urteil, das die in Köln erscheinende "Monatsschrift für Deutsches Recht" (Heft 13/2002) veröffentlicht hat. Außerdem befanden die Schleswiger Richter, dass im Streitfall der Verkäufer beweisen muss, den Käufer ordnungsgemäß aufgeklärt zu haben (Az.: 14 U 35/01).<BR><BR>Das Gericht gab mit dem Urteil der Klage eines Autokäufers statt. Der Mann hatte die Rückabwicklung eines Pkw-Kaufvertrages verlangt, nachdem sich herausgestellt hatte, dass es sich um ein Unfallfahrzeug handelte. Der Verkäufer machte zwar geltend, den Kläger ordnungsgemäß aufgeklärt zu haben. <BR><BR>Nach den Feststellungen des Gerichts hatte er aber lediglich pauschal von einem "Heckschaden" gesprochen, ohne das Schadensbild im Einzelnen darzulegen. Dies werteten die Richter als unzulässige "Bagatellisierung". Da der Verkäufer eine detaillierte Aufklärung nicht nachweisen konnte, sahen sie das Verlangen des Klägers auf Rückabwicklung des Kaufvertrages als berechtigt an. </P>

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