+
Wer zu schnell fährt, muss Strafe zahlen.

Härtere Folgen bei deutlicher Geschwindigkeitsüberschreitung

Zu schnelles Fahren innerorts und außerorts kann teuer werden. Wer gegen die Vorschriften erheblich verstößt, muss mit zusätzlichen Strafen rechnen.

Werden Geschwindigkeitsverstöße mit einem Bußgeld belegt, gehen die Behörden in der Regel von Fahrlässigkeit aus. Das bedeutet, dass der Fahrer meist aus Unaufmerksamkeit die Geschwindigkeit überschritten hat.

Anders kann die Bewertung aber aussehen, wenn der Fahrer erheblich zu schnell unterwegs war, wie sich aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Celle ergibt (Az.: 321 SsBs 176-177/14). In dem Fall war der Autofahrer mit einer Geschwindigkeitsübertretung von 40 Prozent erfasst worden.

Die Behörde ging in diesem Fall von einer vorsätzlichen Tat aus, erhöhte das Bußgeld und verhängte ein Fahrverbot. Dagegen wandte sich der Fahrer. Er habe das Schild nicht gesehen und daher auch nicht vorsätzlich gehandelt, so seine Begründung.

Das sahen die Richter etwas anders: Bei ordnungsgemäß aufgestellten und in einem guten Zustand befindlichen Schildern müsse man davon ausgehen, dass diese auch von den Verkehrsteilnehmern gesehen würden. Bei einer so erheblichen Überschreitung sei auch davon auszugehen, dass dies dem Fahrer bewusst sei, wenn er das Schild wahrgenommen habe. Daher sei dann von einer vorsätzlichen Tat auszugehen.

dpa/tmn

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tesla: Ist der Zeitplan für den neuen Autopiloten in Gefahr?
Der Elektro-Autohersteller Tesla arbeitet auf Hochtouren an seinem neuen Autopiloten. Laut Zeitplan soll dieser Ende 2017 getestet werden.
Tesla: Ist der Zeitplan für den neuen Autopiloten in Gefahr?
Zuerst zeigt Autofahrer den Stinkefinger – dann passiert das
Einen Parkplatz blockieren? Dafür hatte ein Berliner Autofahrer kein Verständnis und zeigte prompt den Stinkefinger - was danach passierte, werden Sie nicht glauben.
Zuerst zeigt Autofahrer den Stinkefinger – dann passiert das
Freisprecher: Oft große Unterschiede bei Sprachqualität
Beim Autofahren das Handy am Ohr? Das ist gefährlich und deshalb verboten. Wer trotzdem im Auto telefonieren will, greift zu Freisprech-Geräten. Doch die sind längst …
Freisprecher: Oft große Unterschiede bei Sprachqualität
Der Markt für Reisemobile und Caravans boomt
In die Freizeitfahrzeuge halten jetzt immer mehr elektronische Helfer Einzug - von der Rückfahrkamera bis zum Abstandswarner. Deutschlands Versicherer halten das …
Der Markt für Reisemobile und Caravans boomt

Kommentare