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Kein Kavaliersdelikt - Parken in der zweiten Reihe kann einigen Ärger provozieren. Foto: Horst Ossinger

Wann droht Bußgeld?

Halten oder parken? Was Autofahrer zu Stopps wissen sollten

Auf dem Schutzstreifen, in zweiter Reihe - am besten noch mit Warnblinkanlage. Beim kurzen Halt am Straßenrand können Autofahrer vieles falsch machen.

Kurz mal am Straßenrand halten: Fast jeder Autofahrer macht das hin und wieder - um jemanden rauszulassen oder etwas schnell in die Wohnung zu schaffen. Doch Vorsicht.

Wer länger als drei Minuten an einer Stelle steht, der parkt. Das erklärt Christian Janeczek, Verkehrsrechtsexperte in Leipzig. Und das kann an Orten, wo Parken nicht erlaubt ist, mindestens 10 Euro Bußgeld kosten.

Halten oder Parken: So ist die Gesetzeslage

Wer sein haltendes Fahrzeug verlässt, um kurz in ein Geschäft zu gehen oder den Einkauf ins Haus zu bringen, parkt rechtlich gesehen ebenfalls. Denn beim Halten muss das Auto die ganze Zeit im Blick des Fahrers sein. Er muss eine "permanente Zugriffsmöglichkeit" haben, erläutert Janeczek die Regel.

Grundsätzlich nicht erlaubt ist das Halten in zweiter Reihe. Das kostet ab 15 Euro Bußgeld. Auch auf dem Fahrradschutzstreifen dürfen Autofahrer nicht kurz stoppen - 10 Euro werden dafür fällig. Wer dann aussteigt und kurz weggeht oder länger als drei Minutens steht - also parkt - kann noch kräftiger zur Kasse gebeten werden. Das kostet zum Beispiel auf einen Fahrradschutzstreifen mindestens 20 Euro.

Übrigens ist es auch keine gute Idee, die Warnblinkanlage anzuschalten, um auf ein haltendes Auto aufmerksam zu machen. "Diese darf nur eingesetzt werden, um vor Gefahr zu warnen." Beim Halten ist aber keine Gefahr im Verzug. Zusammen mit einem Verstoß für das falsche Halten oder Parken sollte man in diesem Fall aber um ein Extrabußgeld herumkommen, schätzt der Anwalt. "Die missbräuchliche Nutzung dürfte in Tateinheit bewertet werden." In dem Fall wird nur das höhere der beiden Bußgelder fällig. Sonst kostet der ungerechtfertigte Warnblinkereinsatz 5 Euro.

Lesen Sie auch: Höhere Bußgelder bei Missachtung roter Ampeln gefordert.

dpa/tmn

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