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Amateure aus 19 Ländern gehen mit ihren selbstgebauten Rennautos mit Verbrennungs-und Elektromotoren an den Start.

Hockenheim: Formel1 der Studenten 

In vier Sekunden von Null auf Hundert: Mit selbst konstruierten Rennwagen gehen Studenten aus dem In- und Ausland auf dem Hockenheimring an den Start - auch Elektroautos sind dabei.

Die deutsche Wirtschaft sucht verzweifelt qualifizierte Fachkräfte - auf dem Hockenheimring tummeln sich seit Mittwoch Hunderte angehende Ingenieure und Betriebswirte. Mit ihren selbst konstruierten Rennwagen gehen sie bei den sogenannten “Formula Student Germany“ auf der legendären Rennstrecke an den Start. Zum ersten Mal gibt es auch einen Wettbewerb um das beste Elektro- Rennauto.

“Die Aufgabe ist, der Jury nicht nur im Praxistest zu beweisen, dass unser E-Prototyp nach neuesten technischen Gesichtspunkten konstruiert ist, sondern auch eine optimale Beschleunigung, ein ansprechendes Design und vor allem eine optimale Wirtschaftlichkeit aufweist“, sagt Thomas Herzog, wirtschaftlicher Leiter des elfköpfigen “WHZ Racing Teams Electro“ von der Westsächsischen Hochschule Zwickau.

“Formula Student Germany“: Insgesamt treten beim Wettbewerb der Elektroautos zehn Teams aus Deutschland und fünf aus dem Ausland an.

Seit September 2009 haben die Studenten in jeder freien Minute an ihrem Rennwagen mit dem Namen “E-Horst“ geschraubt, der in lediglich vier Sekunden auf 100 Kilometer in der Stunde beschleunigt und 125 000 Euro ohne Arbeitsstunden kostete. “Auf unser Produkt sind wir unglaublich stolz, da wir dafür auch ein eigenes Fahrdynamiksteuersystem entwickelt haben. Der 255-Kilogramm schwere Wagen ist bei maximaler Beschleunigung leiser als eine moderne Straßenbahn“, sagt Herzog.

Für den Bau des 100 PS-Boliden wurden insgesamt 70 Sponsoren geworben, Hauptsponsor ist BMW. Die Bayern haben schon vor dem Wettbewerb drei der jungen Sachsen als Werkstudenten unter Vertrag genommen, die nun ihre Abschlussarbeit und Lebenshaltungskosten finanziert bekommen. Die vier Gründungsmitglieder des Teams wollen sich bald selbstständig machen. Insgesamt treten beim Wettbewerb der Elektroautos zehn Teams aus Deutschland und fünf aus dem Ausland an.

Neben dem “Elektro-Rennen“ gehen beim klassischen Wettbewerb für Rennwagen mit Verbrennungsmotor 76 Teams an den Start. Insgesamt nehmen knapp 2000 Studenten aus den In- und Ausland an dem Wettbewerb bis 8. August teil, der vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) organisiert wird. Für ein gutes Abschneiden spielt nicht nur die Schnelligkeit der Autos eine Rolle, sondern auch die Finanzplanung und wer die besten Verkaufsargumente für seinen Prototypen hat. Am Sonntag gibt es zum Abschluss jeweils ein Rennen über 22 Runden auf dem Gelände des Hockenheimrings. Der VDI richtet den Wettbewerb seit 2006 aus, um qualifizierten Nachwuchs aus dem In- und Ausland zu rekrutieren. Die Besten können danach mit Anrufen und festen Verträgen rechnen.

dpa

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