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Üppiges Raumangebot: Der top-verarbeitete Insignia bietet viel Platz für fünf Passsagiere und verfügt über ein Kofferraum-Volumen von 500 bis 1465 Liter.

Der Hoffnungsträger

Mit dem neuen Insignia will Opel wieder zu alter Stärke zurückfinden

Mit seinem neuen Flaggschiff Insignia will Opel zu alter Größe zurück finden und den zuletzt glücklosen Vorgänger Vectra vergessen lassen. Ende November rollt der Mittelklässler zu den deutschen Händlern und soll vor allem den Platz - hirschen VW Passat und Ford Mondeo das Leben schwer machen. Der Insignia tritt zunächst mit Stufenheck oder Fließheck und sieben wählbaren Motoren an, im Frühjahr folgt der jetzt „Sports Tourer“ genannte Kombi. Dann steht auch die komplette Motorenpalette von fünf Benzinern und vier Dieselaggregaten mit Leistungswerten von 110 bis 260 PS zur Verfügung. Die Preise beginnen bei vergleichsweise günstigen 22 700 Euro. Als Kombi startet der große Opel dann bei 23 990 Euro.

Neue Größe zeigt der Insignia nicht nur in den äußeren Abmessungen, die schon fast das Format von BMW 5er und Mercedes E-Klasse erreichen. Auch die neue Design-Linie mit markantem Kühlergrill, aufpoliertem Opel-Logo und coupéartig abfallendem Dach verleiht ihm einen Hauch Klasse. Zudem glänzt der Insignia im Interieur nach bester Opel-Tradition mit üppigem Raumangebot für fünf Passagiere sowie einem Gepäckraumvolumen von 500 Litern bis 1 465 Liter. Nur der Kombi setzt mit einem Laderaum ab 540 Liter keine Bestmarke, dort folgt die Funktion der sportiven Form.

Beim Fahrwerk überzeugt der Insignia mit einer gelungenen Mischung von Komfort und Agilität. Und das vor allem dank des optionalen adaptiven Flex-Ride-Fahrwerks - noch nie ließ sich ein Opel-Flaggschiff so flink und flott durch Kurven bewegen und um Ecken zirkeln. Andererseits gibt sich der Insignia auch mit dem Standardfahrwerk auf Landstraßen sehr handlich.

In der Stadt ist die 4,83 m lange Limousine wendig wie ein Kompakter. Das adaptive Fahrwerk schärft diese Fahrtalente noch, empfiehlt sich letztlich jedoch eher für Enthusiasten. Wichtiger dürfte den meisten Kunden der Geräuschkomfort sein, bei dem der Insignia zweifellos zu den Klassenbesten zählt.

Die breite Motorenpalette hält dazu für die meisten Wünsche das passende Aggregat bereit. Bemerkenswert, dass sich sogar die Einstiegsmotorisierungen mit der beladen über zwei Tonnen schweren Limousine nicht überfordert zeigen. Der 1,6-l-Benziner mit 115 PS und der 2,0-l- Diesel mit 115 PS sind somit mehr als nur preiswerte Einstiegsangebote.

Wer es etwas flotter mag, findet im gut abgestuften Motorenprogramm viel Auswahl bis hin zum V6-Benziner mit 260 PS und serienmäßigen Allradantrieb. Damit nicht genug, ein 300 PS starker Leistungsträger ist bereits in Planung, und auf der anderen Seite soll ein 160 PS-Ecoflex-Diesel mit CO2-Emissionen unterhalb der 140-Gramm-Marke das Programm im Laufe des Jahres 2009 abrunden. Dafür fehlt es bei Opel noch an einem sparsamen DSG-Getriebe, bislang ist als Alternative zur Sechsgang- Handschaltung nur eine Sechsgang-Automatik im Angebot.

Sachlich betrachtet ist der Insignia mit seiner äußeren und inneren Größe, coupéartigen Linien, hoher Verarbeitungs- und Materialqualität, der breiten Motorenpalette und den recht günstigen Preisen die beste Opel- Mittelklasselimousine aller Zeiten . Dennoch könnten die Herausforderungen für den Insignia kaum größer sein.

Tritt er doch in einem Marktsegment an, das in Deutschland so heftig umkämpft ist wie kaum ein anderes und noch dazu seit einiger Zeit auf Schrumpfkurs liegt. Trotzdem sollen mindestens 35 000 Insignia im kommenden Jahr allein in Deutschland ihre Käufer finden.

osw.

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