+
Unser Autor Andreas Thieme mit dem CR-V in Passion Red Pearl.

Sportlicher Japaner

Das Multitalent: Honda CR-V

  • schließen

Morgens im Anzug zur Arbeit, nachmittags mit Spaß durchs Gelände und am Wochenende ein Familienausflug: Der Honda CR-V ist ein Multitalent mit vielen Facetten.

In den USA heiß begehrt, steht der SUV hierzulande noch hinter der Konkurrenz zurück, bietet aber viele Pluspunkte – unter anderem für Familien. Wir haben den Honda CR-V 14 Tage lang in Bayern getestet. Schon vor dem ersten Einsteigen macht der 4,60 Meter lange Honda einen guten Eindruck. Farblich punktet der Japaner in Passion Red Pearl. Von außen sieht er kraftvoll und kompakt, aber nicht zu bullig aus. Dafür kommt er recht sportlich rüber, verliert darüber aber nicht seine seriöse Seite. 

Erster Gedanke: Mit diesem Auto könnte man direkt in den Urlaub fahren – samt einigen Freunden oder der Familie. 160 PS bringt der 1.6er Diesel auf die Straße, dazu ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern bei 2000U/ min. Nicht allzu üppig, aber den kompakten SUV bringt es gut voran. Sein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe ist sehr weich, der Motor angenehm leise, das Fahrgefühl sehr komfortabel. Per Knopfdruck lässt sich der Allradantrieb zuschalten. 

Viel Platz im Honda CR-V

Wer Platz braucht, für den hat der Honda gute Argumente. Fahrer und Beifahrer haben große Beinfreiheit. Auch hinten können Erwachsene problemlos längere Fahrten genießen – die Federung lässt keine Wünsche offen. 589 Liter fasst der große Kofferraum, hier passen locker alle Urlaubskoffer rein. Sogar bis zu 1627 Liter sind möglich, wenn man hinten noch die Sitze umklappt. Das taugt theoretisch sogar für kleinere Umzüge oder üppigere Einkäufe. 

Das Cockpit – schnörkellos und solide. Die Position des Schalthebels ist gewöhnungsbedürftig.

Der Innenraum ist ansonsten solide und recht schnörkellos gestaltet. Farblich ist alles in Grau und Schwarz gehalten. Der Monitor im Dashboard ist angemessen wertig, die Navigation funktioniert darauf einwandfrei. Auch die Rückfahrkamera beim Einparken sammelt Pluspunkte. Darüber liegt, nach hinten eingelassen, noch eine weitere Elektronik- Anzeige. Sie ist eine nette optische Aufwertung. Etwas störend ist dagegen die Position des Schalthebels: Schiebt man ihn in den ersten Gang, kommt man sehr leicht mit der Hand an den Drückknopf für die Klimaanlage – die dann entweder losbläst oder eben nicht mehr.

So fährt sich der Honda CR-V in der Stadt

Auffallend gut ist das Handling in der Stadt. Wer zum Beispiel aus einer engen Parklücke rausfährt, muss nicht übertrieben viel lenken oder steuern. Im ersten Gang surrt der Honda langsam raus und nimmt dann Fahrt auf. Ebenso in Kurven: Hier gleitet er sanft ums Eck. Man braucht insgesamt nicht viel Kraft für die Manöver. Das macht das Fahren sehr angenehm. 

Einer für alle Gelegenheiten: Der formschöne SUV taugt für die Fahrt zur Oper ebenso wie als Reisemobil.

Auf der Autobahn zeigt der Honda dann einige Defizite. Längere Strecken mit hoher Geschwindigkeit sind nicht seine Stärke. Ab etwa 180 km/h stößt der Japaner schon an seine Grenzen. Bei dieser Geschwindigkeit hat man nicht mehr das Gefühl, dass er sehr sicher steuerbar ist und noch viel Kraft übrig hat. Auch bei längeren Steigungen geht ihm relativ schnell die Puste aus. Das überrascht etwas. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Honda 197 km/h an.

Der Kraftstoffverbrauch liegt innerstädtisch nach offiziellen Angaben bei rund sechs Litern, außerhalb kommt der CR-V laut Honda auf 5,3 Liter. Im Test lassen sich nur geringe Abweichungen nach oben erkennen. Passt. Zum Preis von 41 800 Euro gibt’s den Testwagen beim Händler 

Insgesamt bietet Honda beim CR-V fünf Modelle an: von „S“ (ab 23 490 Euro) über Comfort, Elegance, Lifestyle bis hin zu Executive (ab 36 690 Euro) – letzteren hatten wir für den Test. Dazu gibt es sechs möglich Motorenoptionen. Zwei Benziner mit Sechsgang-Schaltgetriebe und einen mit Fünfgang-Automatik sowie zwei Diesel mit Sechsgang-Automatik-Betriebe und letztlich das Highlight: den Neungang-Automatikdiesel. 

 Fazit

Der Honda CR-V ist einer von vielen SUVs. Gute Mittelklasse, solide Technik, nettes Design. Mit ihm kann man nicht protzen. Aber auch nicht viel falsch machen. Im Alltag zeigt er sich als ein absolut verlässlicher Begleiter.

Andreas Thieme

Honda CR-V 1.6 i-DTEC

Leistung 160 PS
Höchstgeschwindigkeit 197 km/h
0 auf 100 km/h 10 Sek.
Hubraum 1597 ccm
Max. Drehmoment 350 Nm bei 2000 U/min
Verbrauch (Hersteller) 5,6 l/ 100 km
Leergewicht 1658 Kilo
Kofferraumvol. 589 - 1627 Liter
Basispreis 23.490 Euro
Testwagen 41.800 Euro

Honda CR-V



Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Auch bei schönem Herbst-Wetter lauern Gefahren für Biker
Viele Motorradfahrer nutzen gern die schönen Herbsttage für eine Tour. Aber das gute Wetter kann trügen: Biken ist im Herbst auch bei Sonnenschein nicht ungefährlich.
Auch bei schönem Herbst-Wetter lauern Gefahren für Biker
Volltanken vor Fahrt ins Ausland kann sich lohnen
Die Benzin-Preise unterscheiden sich von Land zu Land. Wo es sich für deutsche Autoreisende rechnet, vorher vollzutanken, verrät der ADAC.
Volltanken vor Fahrt ins Ausland kann sich lohnen
Studie deckt auf: Diesel stoßen mehr CO2 aus als Benziner
Eigentlich werden Dieselmotoren vor allem mit einem erhöhten Stickoxid-Ausstoß in Verbindung gebracht. Doch möglicherweise verursachen sie auch mehr CO2 als Benziner.
Studie deckt auf: Diesel stoßen mehr CO2 aus als Benziner
Aus diesem Grund sollten Sie jetzt schon Winterreifen kaufen
Für Autofahrer gilt die Faustregel "Von O bis O": Von Oktober bis Ostern sollte das Auto mit Winterreifen ausgestattet sein. Doch kaufen sollten Sie diese schon jetzt.
Aus diesem Grund sollten Sie jetzt schon Winterreifen kaufen

Kommentare