80 IAA-Premieren sollen die Trendwende einläuten

- Frankfurt/Main - Mit rund 80 Premieren soll die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt der Autoindustrie neue Impulse geben. Nach den ersten Lichtblicken auf dem deutschen Automarkt erhoffen sich die heimischen Autobauer von der weltweit wichtigsten Branchenmesse eine nachhaltige Trendwende.

International wollen die Hersteller ihre starke Position im Export weiter ausbauen. Zu der elftägigen Schau unter dem Motto "Faszination Auto" erwartet der Verband der Automobilindustrie (VDA) als Veranstalter vom 15. bis 25. September eine Million Besucher - das wären so viele wie vor zwei Jahren.

Rund 1000 Aussteller aus 44 Ländern werden ihre neuen Modelle zeigen. Erstmals sind auch drei chinesische Anbieter - Geely, Brilliance und Landwind - vertreten. Die VW-Nobelmarke Bugatti wird nicht an der diesjährigen Messe teilnehmen. Echte Hingucker sind aus deutscher Sicht die neue S-Klasse von Mercedes-Benz, der Porsche Cayman, der erste Audi-Geländewagen Q7, die Kombis des VW-Passat und 3er BMW sowie die neuen Cabrios von Volkswagen und Opel.

Die Branchenschau fällt in eine Zeit mit Rekordspritpreisen, Rabattschlachten und einem enormen Kostendruck für die Hersteller. Den Ausweg suchen die Autobauer in einer Vielzahl neuer Modelle, die unterschiedliche Fahrzeug-Klassen und -Stile vermischen und so den Geschmack jedes Kunden treffen sollen. "Ab in die Nische" könnte das Motto sein.

Der Volkswagen Eos, ein Viersitzer mit faltbarem Glasdach, tritt die Nachfolge des Golf Cabrio an. Der neue offene VW ist größer geworden. Bei einem Startpreis von 27 000 Euro sind für das kommende Jahr vier Benziner-Varianten mit bis zu 250 PS und eine Diesel-Ausführung vorgesehen.

Mit Spannung erwartet wird auch die neue S-Klasse von Mercedes mit einem stark überarbeiteten Design, das sich unter anderem durch markante Radläufe auszeichnet. Besonderes Merkmal sind die zahlreichen elektronischen Hilfen vom Nachtsicht- und Bremsassistenten bis zur zweiten Generation des Sicherheitssystems PreSafe, das das Auto automatisch auf eine unvermeidliche Kollision vorbereitet. Der luxuriöse Wagen kommt mit zwei Motor-Versionen bis zu 388 PS im Oktober auf den Markt.

Audi stößt mit dem kräftig motorisierten Q7 erstmals in das Segment der sportlichen Geländewagen vor. Bei den Motoren und der elektronischen Ausrüstung setzt Audi zahlreiche neue Technologien ein, die später auch auf andere Modelle übergehen könnten. Der Q7, der zum ersten Mal auf einer Messe zu sehen ist, soll im Frühjahr 2006 auf den Markt kommen. BMW zeigt neben dem 3er-Kombi und dem Z4-Coupé vor allem neue Motor- und Ausstattungs-Versionen wie zum beispiel den kleinen 130i mit 265 PS.

Appetit auf den Besuch der IAA soll ein Autokorso mit den neuen Modellen der deutschen Hersteller machen. Prominente Sportler werden damit am Vortag der Schau eine Rundfahrt durch die Innenstadt drehen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eröffnet die Schau am 13. September.

Fahrpraxis können die Besucher in einem Parcours für Motorräder sowie einer Schlaglochpiste für Geländewagen sammeln. Bei einer Spritztour mit Trainer bekommen Besucher Tipps zum Fahrverhalten und Benzin-Sparen. Symposien und Vorträge drehen sich um die Themen Abgastechnologien, Hybridantrieb und alternative Kraftstoffe. Eine Sonderschau zeigt neue Trends im Autodesign. Experten und Vertreter aus Industrie, Politik und Wissenschaft werden Themen rund um die Mobilität diskutieren.

Die weltgrößte Automesse wird bis 2011 in Frankfurt bleiben. Darauf haben sich der VDA und die Messe vor einigen Wochen geeinigt. Dieser Zeitraum umfasst drei Veranstaltungen in den Jahren 2007, 2009 und 2011. Seit 1951 findet die IAA in Frankfurt statt; immer wieder haben andere Messestandorte ohne Erfolg um die Messe gebuhlt. Frankfurt gehört ebenso wie Detroit, Genf, Paris und Tokio zu den Top-Automessen der Welt.

Die IAA ist für die Öffentlichkeit vom 17. bis 25. September täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 15 Euro am Wochenende und werktags 13 Euro. An den Fachbesuchertagen am 15. und 16. September kostet eine Tageskarte 42 Euro.

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