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Jährlich müssen nach Angaben des ADAC 100.000 Bundesbürger zur MPU, vor allem nach Alkoholmissbrauch.

„Idiotentest“ soll verbessert werden

Der sogenannte "Idiotentest" für Verkehrssünder steht auf dem Prüfstand: Das Bundesverkehrsministerium möchte mehr Transparenz bei der medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU).

Jährlich müssen zahlreiche Bundesbürger zum sogenannten "Idiotentest", vor allem nach Missbrauch von Alkohol oder Drogen. Viele fallen durch. Jetzt soll bis zum Jahresende der „Idiotentests“ für Verkehrssünder reformiert werden. Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) solle nachvollziehbarer und das Verfahren qualitativ besser werden, teilte das Bundesverkehrsministerium am Donnerstag auf Anfrage mit. Die Bundesanstalt für Straßenwesen sei mit wissenschaftlichen Vorarbeiten dafür beauftragt worden. Ergebnisse werde es voraussichtlich nicht vor Jahresende geben. Minister Peter Ramsauer (CSU) hat mehrfach betont, dass neben dem Flensburger Punktesystem für Verkehrssünder auch die MPU reformiert werden soll. Mehr Infos zur Flensburg Punkterform lesen gibt's hier.

Nach Informationen von „Auto Bild“ und „Bild.de“ soll unter anderem erwogen werden, begleitende Tonband- oder Videoaufnahmen vorzuschreiben. Dies war aus Datenschutzgründen jedoch bereits vom Verkehrsgerichtstag abgelehnt worden und soll dem Vernehmen nach nicht weiterverfolgt werden.

Auch der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic lehnte dies ab. Er forderte in der „Saarbrücker Zeitung“ (Freitag), vor allem die Test-Fragen zu verbessern: „Die momentanen Fragen greifen oft viel zu weit in die Intimsphäre der Getesteten ein. Hier brauchen wir klare Vorgaben.“ Der Test, der die Fahreignung beurteilen soll, ist umstritten. Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen wurden im Jahr 2010 knapp 102.000 Tests vorgenommen, etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer bestand ihn.

dpa

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