+
Radfahrer müssen den Radweg immer in die korrekte Fahrtrichtung nutzen. Foto: Peter Endi/dpa

Verkehrsregeln für Radfahrer

In falscher Richtung auf Radweg: Hauptschuld bei Unfall

München (dpa/tmn) - Mal eben in falscher Richtung auf dem Radweg radeln - ein Kavaliersdelikt? Nein, denn kommt es dabei zu einem Unfall, muss der Fahrradfahrer unter Umständen zum überwiegenden Teil haften.

Im verhandelten Fall fuhr ein Radler auf einem kombinierten Geh- und Radweg - aber gegen die Fahrtrichtung. Bei einer Straßeneinmündung fuhr er achtlos weiter und wurde von einem Auto erfasst.

Das Oberlandesgericht München (Az.: 10 U 4616/15) sprach dem Radler 75 Prozent der Haftung zu. Er sei ohne "rechtfertigenden, entschuldigenden oder wenigstens nachvollziehbaren Grund" in falscher Fahrtrichtung gefahren. Er hätte wie ein Fußgänger anhalten und auf das Auto warten müssen. Der Autofahrer musste die restlichen 25 Prozent des Schadens übernehmen.

Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Cabriodächer richtig pflegen
Lack kann bei mangelnder Pflege mit der Zeit verwittern. Und was ist mit dem Stoff von Cabriodächern? Der kann dann undicht werden oder reißen. Doch so weit muss es bei …
Cabriodächer richtig pflegen
Wie geht man mit Stress auf langen Autofahrten um?
Auf dem Weg in den Urlaub können lange Autofahrten für viel Ungemach sorgen. Rüpel auf der Straße, nörgelnde Kinder oder Streit mit dem Partner können für Stress und …
Wie geht man mit Stress auf langen Autofahrten um?
Der Mercedes GLK als Gebrauchter
Als rüstigen Rentner könnte man den GLK bezeichnen. Das noch etwas kastig wirkende Modell stellte einst den Übergang zwischen Offroader und SUV dar. Das Aussehen ist …
Der Mercedes GLK als Gebrauchter
Wann dürfen Autofahrer die Warnblinker anschalten?
Eigentlich erschließt sich die Funktion des Warnblinkers schon aus dem Begriff. In manchen Verkehrssituationen deuten Autofahrer aber die Anwendungsregeln kurzer Hand …
Wann dürfen Autofahrer die Warnblinker anschalten?

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.