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Winterfrust: Teils rutschige Wege machen das Radlerleben im Straßenverkehr noch gefährlicher. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn

Durch den Schnee radeln

In Kurven auf dem Fahrrad weder treten noch bremsen

Radfahrer leben in der kalten Jahreszeit noch gefährlicher. Eis und Schnee machen Radeln zum rutschigen Balanceakt. Wie geht es besser und was tun, wenn der Radweg ungeräumt ist?

Berlin (dpa/tmn) - Im Winter kann es für Radler ganz schön gefährlich werden. Glitschiges Laub, Eis und Schnee machen ihre Wege jetzt oft rutschig. Daran sollten Radler ihre Fahrweise anpassen.

Runter mit dem Tempo, genügend Abstand halten und vor allem auf fester Schneedecke und Glätte in Kurven weder bremsen noch in die Pedale treten. Das rät der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Wer bremsen muss, macht das besser "frühzeitig und maßvoll".

Autofahrer sollten mehr Abstand beim Überholen einhalten

Natürlich müssen Radler bei schlechter Sicht ihr Licht einschalten. Das gilt auch für Autofahrer, an die der ADFC appelliert, sich ebenfalls auf schlechte Sicht und rutschige Straßen einzustellen. Beim Überholen von Radlern sollten sie besser zwei Meter anstelle der vorgeschriebenen mindestens 1,50 Meter halten.

Ungeräumter Fahrradweg: Radler dürfen auf die Straße ausweichen

Kommunen seien verpflichtet, "verkehrswichtige Radwege" zu räumen, zitiert der Verein ein Urteil des Bundesgerichtshofs. Wenn Radler ohne eigenes Verschulden auf einem ungeräumten Radweg stürzen, sei die Kommune in der Haftung.

Radler dürften zwar auf die Straße ausweichen, wenn etwa Schnee, Eis oder Laubmassen den Radweg unbefahrbar machen. Allerdings sei das laut ADFC auch keine "echte Lösung". Denn oft türme sich dort am rechten Rand geräumter Schnee von den Straßen. Und: "Die meisten Radfahrerinnen und Radfahrer wollen wegen des oft rücksichtslosen Autoverkehrs nicht auf die Fahrbahn ausweichen", so der ADFC.

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