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Blickfang: Mit dem Infiniti FX30d fallen Sie garantiert auf.

Fernost-Schlitten?

Der Luxus-Exot: Infiniti FX30d

„Zwei Herzen wohnen ach! in meiner Brust", ließ Goethe schon seinen Dr. Faust stöhnen. Nur zu gern zitiert man ihn seither, wenn man sich nicht entscheiden kann...

Und so ergeht es uns auch beim Infiniti FX30d, den wir testen durften. Toller Exot oder überteuerter Fernost-Schlitten?

Kofferraum? Viel zu klein!

Da wäre zum einen das außergewöhnliche Design des Luxusjapaners: Grimmige Vorderfront, lange Schnauze, dicke seitliche Lufteinlässe, schnittige Seitenlinie, bulliges Hinterteil. Hier und da entdeckt man in den Formen, sagen wir, Designzitate der SUV-Mitbewerber aus Ingolstadt, München und Stuttgart. Ja, der Wagen ist ungewöhnlich und zieht viele anerkennende Blicke auf sich. Wer gern im Mittelpunkt steht und eine freie linke Spur fordert, ist im Infiniti FX gut aufgehoben.

Luxus pur.

Gern nimmt man auch in seinem edlen Inneren Platz. Die vorderen Sessel lassen in Sachen Komfort keine Wünsche offen. Auch die anderen Sinne werden verwöhnt: Wir freuen uns über schöne Materialien und Oberflächen, erstklassige Verarbeitung, feinstes Ambiente – und ärgern uns kurze Zeit später über überflüssige Knöpfe. Ist es wirklich beispielsweise nötig, einen eigenen Schalter zum An- und Ausklappen der Außenspiegel einzubauen? Und den muss man auch finden …

Infiniti FX30d (QX70)

Leistung: 238 PS Max.
Drehmoment: 550 Nm bei 1750 U/min
Hubraum: 2993 ccm
Höchstgeschw.: 212 km/h
0 auf 100 km/h: 8,3 sek.
Verbrauch EU Drittelmix: 9,0 l/100 km (Werksangabe)CO2: 238 g/km
Leergewicht: 2150 kg
Kofferraumvolumen: 410 l
Basispreis: 51.429 Euro

Wer im Luxussegment mitmischen will, muss was bieten. Kann der Infiniti: Kippschalter am Lenkrad, Rückfahrkamera, gesteppte Nähte auf den klimatisierten Ledersitzen, Xenon etc. – ist hier alles inklusive. Wirklich fein. Weniger fein ist allerdings die Rundumsicht des fast fünf Meter langen Geschosses. Enge Parkhäuser werden zur Qual. Die vorderen Maße lassen sich kaum abschätzen, sicheres Abbiegen und Spurwechsel sind trotz Schulterblickes wegen der breiten C-Säulen und der abgetönten hinteren Fenster mit gewissem Restrisiko behaftet. Und noch mal meckern: Der Kofferraum ist mit 410 Liter Volumen für so ein großes Auto wahrlich winzig.

Ein Großer: Knapp fünf Meter lang, fast zwei Meter breit.

Hat man sich aus der Garage manövriert und befindet sich endlich auf der Straße, wird’s wieder erstklassig. Wie ein Brett liegt der Große auf dem Asphalt. Mit dem drei Liter großen V6-Diesel lässt es sich perfekt beschleunigen. Aus dem Stand schafft es der Luxus-SUV in 8,3 Sekunden auf 100 km/h. Bis über 5000 U/min lässt sich die Maschine drehen und der dabei erzeugte Sound zaubert ein breites Lächeln ins Gesicht der Fahrerin. Dank seiner Hinterachslenkung ist auch die Agilität des Riesen gegeben. Reisen mit dem Infiniti FX ist das reinste Vergnügen. Der Verbrauch lag bei unseren Testfahrten übrigens bei rund 12,8 Litern.

Fazit

Die Sache mit den zwei Herzen bleibt. Der Infiniti ist ein schöner Exot für Liebhaber des Außergewöhnlichen. Optisch schön, aber unübersichtlich und mit knapp 52.000 Euro Einstiegspreis auch ordentlich teuer.

Katrin Basaran

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