Jaguar: der neue FX als Nachfolger des S-Type

München - Jaguar bereitet ganz behutsam den Generationswechsel in der gehobenen Mittelklasse vor. Als Nachfolger des S-Type stellen die Briten zur IAA (13. - 23. September) in Frankfurt den XF als Weltpremiere hin. Die Limousine mit einer Dachlinie, die einem Coupé ähnelt, basiert auf der im Januar enthüllten Designstudie C-XF und rollt in Deutschland im April nächsten Jahres zu den Händlern.

Mit einem radikal neuen Design: Statt der seit vielen Jahren immer wieder gepflegten verspielten Retro- Linien setzen die Briten jetzt auf die selbstbewußte Dynamik markanter Stilelemente. Im Zuge des Generationswechsels ist der Wagen auch um wenige Zentimeter gewachsen. So misst die Limousine nun 4,96 Meter und bietet ein Kofferraumvolumen von 540 Liter. Dazu gibt es neue Details im Innenraum: Da pulsiert etwa im Starterknopf ein rotes Licht, sobald die Wagentür geöffnet wird.

Wird dann damit der Motor angelassen, rotieren verdeckte Lüftungsgitter im Armaturenbrett in die richtige Stellung und ein Drehknopf fährt für die Gangwahl aus der Mittelkonsole. Damit lässt sich eine ZF-Sechsstufenautomatik dirigieren, die sich dem Fahrstil und dem Streckenprofil entsprechend anpasst. Neu ist zudem die Bedienung aller wichtigen Funktionen über einen Touchscreen in der Mittelkonsole oder die berührungslose Aktivierung der Innenbeleuchtung und die Öffnung des Handschuhfachs per Fingertipp.

Zur Ausstattung des XF zählen laut Jaguar neben ESP, einer aktiven Motorhaube für den Fußgängerschutz und bis zu neun Airbags unter anderem eine elektrische Parkbremse, aktive Kopfstützen, acht Lautsprecher, eine Bluetooth-Schnittstelle, ein Tempomat mit automatischer Abstandsregelung, ein Assistenzsystem für den Toten Winkel und eine Rückfahrkamera. Für den Antrieb stehen zunächst ein Diesel und drei Benziner zur Wahl, die sechs oder acht Zylinder haben.

Der Selbstzünder kommt bei 2,7 Liter Hubraum auf 207 PS, der kleinste Benziner steht mit 3,5 Liter Hubraum und 238 PS in der Liste. Darüber gibt es einen V8 mit 4,2 Liter Hubraum, der als Sauger 298 PS und als Kompressor 416 PS leistet. Der Diesel erreicht maximal 229 km/h, der V6- Benziner 237 Sachen. Die beiden V8-Modelle werden wie üblich bei 250 km/h abgeregelt. Den Verbrauch für die Benziner gibt Jaguar mit 10,8 bis 12,6 Liter an, was einem CO2-Ausstoß von 259 bis 299 Gramm pro Kilometer entspricht. Entsprechende Werte für den Diesel liegen derzeit noch nicht vor.

Besonders stolz sind die Engländer bei ihrem gänzlich neu entwickelten Modell auf die hohe Torsionssteifigkeit, die laut ihren Angaben sogar noch höher als bei der Konkurrenz von Audi und BMW sein soll. Anders als bei den anderen Wettbewerbern und beim kleinen XType wird es laut Designchef Callum vorerst ausschließlich bei der Limousine bleiben. Zwar habe er schon viele Karosserievarianten gezeichnet und dabei auch einen sehr sportlichen Kombi entworfen. Doch weil die USA für Jaguar der wichtigste Markt sind und ein bei den Amis benannter Station Wagon dort heute quasi unverkäuflich sei, werde es wohl vorerst bei der Skizze bleiben.

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